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gereiften Früchte, und Mord-nnd Schandthaten an Wehr-losen. Unberechenbar war der Schaden der Unigegend.Was die Bürger von Mülheim während sechsjähriger Be-festigung ihrer Stadt mühefam errungen und bewahrthatten, verschlang die fortgesetzte Plünderung- Nach deinAbbruch des Lagers durchstreiften die Hessen und Franzosendas Bergische wieder. Der hessische Graf Eberstein er-langte sogar im Deebr. die Znfchernng einer monatlichenKriegsstener von 6666 Nthlr. Das ganze Jahr 16-43hindurch behielten die Hessen in hiesiger Gegend die Ober-hand und zogen die Steuern ein, wobei sie die Erhebungder ausgeschriebenen Reichösteuer verhinderten. Im Jahre
1644 war das Bergische großentheils von Kaiserl. Trup-pen besetzt, welche noch größere Schätzungen, nämlich mo-natlich 50,606 Rthlr. erpreßten. Im Spätjahre streiftendie Holländer wieder umher, uud im folgenden Jahre
1645 wurden die Kriegssteuern wieder von den Hesseneingezogen. Auch im Anfange des Jahres 1646 hieltendie" Hessen die meisten Orte im Bergischen besetzt, bis derK. General Sparr Anfangs April zn Mülheim ein Heersammelte, um die Hessen und Franzosen vom Meine ;uverireiben. Doch wurde Sparr selbst am 6. April inPorz von den Hessen überfallen und nnr durch die Schnellig-keit stines Rosses vor der Gefangennehmung gerettet. InDenz lag damals der schwedische Oberst Goltacker, derdie Gegend durchstreifte. Nach ihm belästigte der K- Ge-neral Melander, welcher am 6- Oelbr. !646 von Mitt-heiln aufbrach, nm das von den Hessen belagerte Zonszu entsetzen. Darauf durchstreiften Franzosen das Vergl-iche und den Winter hindurch beunruhigten die Hessen,welche Windeck wiederum besetzt ha ten, das Land. Soblieb es anch das folgende Jahr hindurch. Franzosen,Hessen, Schweden nnd lignistische Volker lagerten abwech-selnd nm Mülbeim, bis im Herbste 1647 die Kaiserlichenwieder die Oberhand erlangten, worauf General Lamboydie von Schweden uud Hessen besetzte Festung WinJet am1. Deer, dnrch hartneckige Belagirnng gewann. Mülheimwar forthin eine Zeitlang von Nenbnrgifchen und Kaiser-