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zahlte ihm dafür vierteljährig 409,000 Nthlr. und stellteein Hülfsheer, wie es fünfzig Jahre später die Türkengegen Deutschland aufreizte und mit Offizieren und Hülfs-geldern versah, um den betrogenen Deutschen am RheinStadt auf Stadt abzuklauben. Selber die Protestantenmit beispielloser Grausamkeit verfolgend, unterstützte Frank-reich die deutschen Protestanten gegen den Kaiser, undso lange es nun etwas wegzuklauben gab, war an Friedennicht zu denken. Die Schweden machten unter ihrem Kö-nige in Sachsen und Baiern rasche Fortschritte und dieFranzosen unter Guebriant sogen die Nheingegend aus.
Dem Nath der Stadt Köln begann vor einem Einfallder siegreichen Schweden zu bangen, und er machte großeAnstrengungen, um die geschleiften Festungswerke zu Deuzaufs neue zu errichten. Die Befestigung war im vollenBetriebe, als im Okt. 16Z2 der schwedische General Bau-disfiu durch Hessen und Holländer verstärkt über denWesterwald vorrückte, Siegburg am 27. Oktober eroberteund Wiudeck und Blankenberg besetzte. In der Nachtvon, 19. auf den 2t). Decbr. überfiel er Deuz, trieb dieKölnische Besatzung in die Flucht und ließ Stadt undKloster plündern. Doch das fortwährende Geschützfeuerder Kölner und ein Ausfall der dortigen Besatzung zwangihn schon am 22. Deuz zu verlassen, bei welchem Rück-züge die ehemalige Pfarrkirche durch zufällig entzündetePulverfässer zersprengt wurde. An diesem Tage erhieltauch Mülheim deu ersten schwedischen Besuch, indem derGeneral Baudisfin init seinem ganzen Heerhaufen dorteinrückte. Die Neuburgische Besatzung war im Schreckenobne Schuß entflohen. Auch der Katholische Pastor undviele der wohlhabensten Bürger hatten sich über den Rheingeflüchtet. Nach einigen Tagen der Plünderung, währendwelcher die Schweden sich zu Streifzügen in der Umge-gend zerstreneten, rückte Baudisfin 'wieder nach Siegburghinauf. Doch durchplünderten feine Truppen den ganzenWinter hindurch das Bergische bis Mülheim und Deuz.
Der Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm, welcher bis dahinden Namen eines neutralen Fürsten bewcchrt hatte, trat