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Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a. R. : zum Vortheil des Kölner Dombaues
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Die Zerstörung Mülhcims durch die Spanier unddie Zeit des 30jährigen Krieges I6li16S6.

/Äls Markgraf Ernst von Brandenburg ain 18. Sptbr.I61?i gestorben >var, und des Churfürsten Sohn GeorgWilhelm als Brandenburgischer Statthalter ins Landkam, erhielten die Streitigkeiten mit Neulmrg frische Nah-rung. Wahrend der Pfalzgraf Wolfgang Wilhelm sichauf." dem Fürstentage zu Erfurt befand, schien der Mark-graf die Regierung ungetheilt in Anspruch zu nehmen-Wolfgang Wilhelms Freundschaft mit dem ErzbifchofeFerdinand zu Cöln, einem baierischen Prinzen, hatte da»Mißtrauen der evangelischen Parthei erregt; die offnenBriefe und Neuerungen des Markgrafen aber die Katholi-ken mit Besorgnissen erfüllt. Die Nenburgischen Räthe,sowie die Bergische Ritterschaft, welche von Spanien undOestreich unterstützt wurden, suchten durch Geld und Ver-sprechen den Anhang Brandenburgs zu verringern. AmM. Octbr, 1613 vermalte sich Wolfgang Wilhelm zuMünchen mit Magdalena von Baiern nnd kehrte erstim Januar 1614 nach Düsseldorf zurück. Die Fürstenwaren so sehr gespannt gegeneinander, daß sie für noth-wendig erachteten sich mit einer starken Leibwache zu um-geben. Der Märkgraf fuhr fort, Katholische und Lutheri-sche Prediger abzusetzen und Reformirte Lehrer einzufüh-ren. Es kam dabei sogar zu blutigen Auftritten. BeidePartheien riefen die Hülfe der Holländer an, die abernur zum Frieden ermähnten.

Unterdessen erschienen mehre kaiserliche Befehle zurSchleifung der Festung Mülheim, und am 1v. Januar1614 erfolgte sogar die Neichsacht gegen die noch immcv-fort beschäftigten Bauleute, worauf t>er Pfalzgraf einen