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gleiche Rechte haben, und alle Ansiedler und Beförderer
des Anbaues sich des besondern Fürstlichen Schutzes er-freuen. Diesem Manifest ward eiu Befestigungs- Bau-plan beigefügt, der in seiner Großartigkeit an die alteUbierstadt erinnert, und es war eine Fürstliche Koinmissioiternannt, welche das Werk leiten und die Bauplätze ver--theilen sollte. Diese bestand aus den Herren Gottfriedvon Stein, Amtmann zu Lülsdorf, Johann von Tuning,Amtmann zu Porz und Dr. Ludwig Papst. Aus vielenStädten des Reichs und sogar aus Frankreich strömte einegroße Zahl gewerbthätiger Bürger, Kaufleute uud Hand-werker herzu, hier eine Freistätte gegen alle Anfeindungdes Glaubenshoders zu suchen, und es begann ein Werbenund Schaffen, ein Banen nnd Regen, wie am Rheine feitJahrhunderten nicht gesehen worden. Tausende Händewaren beschäftigt, den Nheinkanal, den weiten Stadtringauszugraben, uud um die Hofburg und die Kirchen, diesich in der Mitte des Planes erhoben, neue Heerde anzu-legen, wo nach dem Ansspruche der Landesherren unterder Verschiedenheit der Meinung die Bürgertngenden nichtverkannt werden sollten. Ansier den von den Ansiedlernherangezogenen Handwerkern ließen die Landesherren auchdie Nachbarämter aufbieten zur Frohnde, und auS allenGegenden sah man die Baustoffe hierher fördern. Immerwuchs die Anzahl der neuen Bürger von Mülheim.
DaS dänchte dem Rathe der Stadt Köln bedenklich.In der Erhebung Mülheims gewahrte er die Beeinträch-tigung der heiligen Stadt. Daö Hinüberziehen bedeutenderI Handlungshäuser flößte ernstliche Besorgnisse cin, welchedurch Unduldsamkeit zum bittersten Hasse gegen das pro-testantische Mülheim gewandt wurden. Au Kaiser undReich erscholl der Weberuf des deutschen Roms gegen dasneue Karthago; der Bürgermeister Peter Hardenrath führtedie Worte des UticenferS gegen die gefährliche Nachbarin,und alle Mittel wurde« aufgeboten, gegen die sogenanntegefährliche Neuerung im Reiche zu stimmen. In eineram 7. Mai^H>12 abgefaßten Druckschrift erklärte der Rathder Stadt'Üoln: daß die Vergrößerung und BefestiguiV