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mit 60^0 Speeren über den Rhein, errichtete zu Deuzei» festes Lager und vernichtete ringsumher in Berg dieErndte. Herzog Adolf sammelte seine Schaaren in Mül-heim, schlug die Feinde zurück-und nahm 200 Streiter ge-fangen, die er alle als Mordbrenner hinrichten lassenwollte. Doch die Bergische Ritterschaft verwandte sichdahin, daß er die Gefangenen, welche gröstentheils Wat-sche waren, für reiches Lösegeld begnadete. Die Bürger-schaft von Köln für die Theilnahme an jenem Einfallezu strafen, ließ der Herzog keine Gelegenbeit unbenutzt.Auf Rhein und Straßen winden die Kaufleute beraubtund Brandstiftung in der Mitte der Stadt versucht. Dieergriffenen Brandstifter bekannten, daß sie von den Ber»gern und den vertriebenen Patriciern, die von dem Land-adel Wiedereinsetzung in ihre frühere Rechte und denSturz der damaligen Zunstherrfchaft erhofften, zu derFrevelthat gedungen seien. Auch unter den geringernBürgern der Stadt, die von dem Umstürze des Bestehen-den Vortheil erhofften, hatte eine Verschwörung Tbeilneh-mer gefunden, welche bezweckte, die mit Löschen beschäftigteBürgerschaft zu überwältigen. Schon hatte sich der Land-adel mit den Wölfen, Geiern und Falken auf den Schil-den zum Einbruch in die vielbeneidete Stadt gefchaart,aber der mißlungene Versuch hieß die Bürger ihre Wach-samkeit verdoppeln. Die Gebeine der mit dem Feuertodebestraften Brandstifter ließen sie mit einem SpottbriefeanS Uftr von Mülheim antreiben
Die Stadt Köln, welche seit der Vertreibung ihrerHeldengeschlechter Antrieb uud Kraft zu auswärtigen Kämp-fen verloren und dem friedlichen Gewerbe ihrer Zünftegehuldigt hatte, von Außen gedrängt und durch innereGähruug geängstigt, wünschte das Ende einer fruchtlosenFehde, die den Handel so lange beeinträchtiget und großenAufwand gekostet hatte. Der Rath der Stadt glaubtedes Herzogs gewaltigen Arm gegen ihren Erzbischof, mitwelchem er wegen verschiedener Hoheitsrechte in Span-nung, zu bedürfen und bot ihm heimlich Geld zu ander-weitiger Kriegsrüstung. Auch Dietrichs Kräfte waren