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Wenzel den Titel eines Herzogs erhalten hatte, zu einemvolkreichen Städtchen erwachsen Nachdem die Bürger-schaft ihm zu seinen vielen Kriegsrüstnngen große Sum-men beigesteuert hatte, versprach er ibr in einer Urkundevom I. 1393, niemals wieder mit Bitten um Geldbei-träge beschwerlich zu fallen, und ertheilte ihr für vierJahre Freiheit von allen Abgaben, sowie das Recht dereignen Vertheidigung. Die letzte Zeit seiner 4VjährigenRegierung war mit unglücklichen Kriegen bezeichnet, dieauch für Mülheim die Friedenöfrncht eines halben Jahr-hunderts zu vernichten droheten- Graf Dietrich von derMark zog siegreich bis Deuz, eroberte (1393) Mülheimund plünderte es. Doch Wilhelms Sohn, der ErbprinzAdolf, ein jugendlicher Held schlug die Feinde aus deinLande, und erhob den Ruhm der bergischen Waffen. Vonseinem Glücke aufgebläht, vou Schmeichlern verführt, ent-setzte er den alten Vater der Negierung, und vermochtedie Ritterschaft durch eine ihr günstigeVerfassung zum Lehns-eide. Durch Vermittelung des Kaisers Ruprecht kamjedoch ein Vergleich zu Stande, Wilhelm erhielt die süd-liche Hälfte des Landes bis zur Wupper mit der ResidenzBensberg und Adolf das Niederbergische mit Düsseldorf-Weil aber die Kölnischen Bürger seine Uebelthat gegen denVater durch Spottlieder gerügt, die vertriebenen Anhän-ger seines Vaters beschirmt und des Kaisers Acht gegenihn verkündet hatten, so unterstützte Adolf die verwegen-sten seiner Lehenleute zur Fehde gegen die Reichsstadt,da er selber den Kampf nicht offenbar anheben mogte.Die Kölner nahmen aber einen jener Raubritter, einenHerrn von Oeffte bei Ratingen, gefangen und schlugenihm ^im I- 1405 das Haupt ab. Im folgenden Jahreergriff des Enthaupteten Bruder einen Kolner Bürgerbei Mülbeim und .forderte zur Sühne des Erschlageneneine große Summe. Da der Gefangene aber nicht zah-len wollte, so erhängte der von Oeffte ihn an einen Baumund schrieb an die Stadt Köln, daß er mit all ihren Bür-gern so verfahren werde, bis das Sühngeld gezahlt sei.Hierauf fügte er und sein Vater Arnold von Oeffte den