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Mülhei'mer Freibrief bestätigte, dankte der Bürgerschaftfür ihre tapfre Kriegshülfe gegen Brabant in einer be»sondern Belobungsurkunde.
Die Stadt Denz war unterdessen wieder aufgebauet. und von den Erzbischösen befestigt worden. Am Quirins-tage 1376 aber brachen die bergischen Ritter von Vorstund von Oeffte in die Stadt ein, plünderten sie undbrannien einen Theil derselben nieder. Weil die KölnerBürger damals aber auch mit dem Erzbischof in Fehdekamen und erfuhren, daß er Deuz als eine Zwingburggegen Köln benutzen wolle, so zogen sie im Juli überden Rhein, brannten die Stadt gänzlich nieder und füll-ten die Gräben mit den Trümmern der Ringmauern aus.Blos das Kloster und die Stadtkirche ließen sie stehen.Jedoch am 18. August brannten sie auch die Abtei niederund brachen beide Kirchen zu Deuz bis in den Grund ab.So wurde der mit vieler Kunst und großem Aufwanderrichtete Heribertsmünster ans Furcht, daß er dem Feindezur Festung dienen könne, gänzlich vernichtet. Die Möncheaber zogen mit den Reliquien und geretteten Kostbarkeitennach Siegburg, von wo sie erst am Ostermittwochen desJahres 1387 in das von Grund auf neu errichtete Klo-ster wieder einzogen. Noch im Jahre 1495 sah man dieUeberrefte der allen Stadtmauern und der Abtei amRhein und im Felde zerstreut- Die noch im Jahr 1376ziemlich volkreiche Stadt Deuz war zu Ende des 15.Jabrhiinderts ein unbedeutendes Dörfchen, wo der Erz»bischof und einige Domkapiiulare Landhäuser und Wein-gärten angelegt hatten, die auch mancher Verwüstungunterlagen. Schon im I. 1392 bemächtigte sich die Bür-gerschaft von Köln wiederum des Klosters und machte eszu einer Festung, damit der Erzbischof sich des Gemäuersnicht gegen die Stadt bedienen möchte, wobei das nenge-banete Dorf durch Brand und Abbruch sehr verringetwurde.
Während dieser Fehden aber war Mülheim durch dieBegünstigung des Landeeherrn Wilhelm, der vom Kaiser