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Geschichte und Beschreibung der Stadt und des Kreises Mülheim a. R. : zum Vortheil des Kölner Dombaues
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z Herrn ungeduldig entgegen darrend, welcher am steinernen^ Tische sitzt, den sein immerfort wachsender Barr durch^) drnngen und umschlungen hat. Auch ein Hügel am Flitiar-^ der Busche, unweit Scheuerhof, trägt die Gestalt einesc altdeutschen Grabmals. An allen diesen Stätte» bastenz Schauersagen, in welchen die Züge des deulschbeidni-scheu Glaubens unverkennbar hervortreten. Doch nur alsl > Schreckengestaltcn spuken die ehedem theuren Götter. Dask heil- Roß, dem der Begriff deS Blutopfers noch anklebr,i bringt dem nächtlichen Wanderer den Tod, nnd Fran

- ! Hollas Katzengefpann führt zum Herenreigen der Neu

mondnacht. Soviel von den Malen deutschheidnischer Vor-i zeit, die hier nur angedeutet werden sollten, nnd deren7 weitere Verfolgung in ihrer Reichhaltigkeit den Raum gc-, genwärtiger Schrift überschreiten würde.

c , Nach der Vertreibung der Römer drängten verschiedene: deutsche Völkerstämme an den Niederrhein und in wilder^ Verheerung gingen die Werke gebildeterer Bewohner unter.' , Doch der Keim znm festern Anbau und zur Geseilung) ^ war gelegt, die Straßen, Brücken, Dämme, Baumhöfc5 und Äcker blieben, und aus den Trümmern der Ortschaften^ errichteten die Eroberer wieder nene Wohnungen. Nachi mehreren Jahrhunderten der Verwüstung, der sogenanntenl Völkerwanderung, die uns keine Einzel-Nachricht übere unsre Heimat zurückgelassen, hatten die Franken den Nie.

- derrhein auf beiden Ufern eingenommen. Sie waren ausü dem Norden gekommen und debnten ihre Eroberungen

- immer weiter und sogar über Gallien aus Zu Endei deS 5. Jahrhunderts gebot der Frankenkönig Sigibert, der) zu Köln seinen Sitz hatte, über das Land zu beiden Seilen. des Rheines, das damals den Namen Nipuarieu oder

- Uferland führte. Als im I. 496 die Alamannen seine5 Herrschaft bedroheten, rief er den König der Salfranken,>! Klodwig, der feine Eroberungen über einen Theil des

heutigen Frankreichs ausgedehnt hatte, znm Beistände. Bei! Zülpich trafen die mächtigsten der deutschen Völkerschaften5 zu furchtbarem Kampfe zusammen, der die Herrschaft überDeutschland entscheiden sollte. Chlodwig, anfangs vom