7' b De6 Adelichen-Land und Feld-Lebenö Dritten Theils Eilfftes Buch.
ders scharffen Waffen mercklich/ und nicht ohne w-commociität erfahren. Seine Blätter sind son-sten rund und glatt / doch etwas zackicbt/ und han-gen an langen Stiehlen / wann der Wind gelinde
streichet/ ist dieses Laub in steter Bewegung / da es sichimmer mercklich an einander schlager und rühret/daßman es hören kan.
xxiil. 'Vom Ellern-und EWn-Baum.
lJese Art Holtz ist am allermeinsten zu findenan den Wassern und sumpffichten Orten/weiln derselbe/wie einem jeden bekandt/seinWachsthum guten Theils von der sümpjfigten Fet-tigkeit hat/ dayero er auch jchling in die Hohe scheusst/und an denen rechten fetten Orten jährlich halben Fin-gers- breit offtmals ,m gaffte aufsetzet / und ob erzwar unter die harten Geholtze gerechnet / und seinHoltz zum Brennen besonders/ wegen der dauerhaff-ten Kohlen/ -eliimiret wird/ so ist es doch ein wei-ches/brüchiges/und in dem Regen nicht daurendes^)oltz/welches in weniger Zeit/gleichwie das Roth-Buchene/stöckicht und brüchig wird. Hingegen ge-het es in den Wasser - Bauen allem Geholtze vor/Massen dasselbe/wann es vom Wasser oderSumpssbeständig bedeckt bleibet/ undenckliche Jahre dauret/daß man gar dafür hält/ es werde solches endlich insolcher Nasse zu einem Steine/wie dann solches auchan etlichen Orten in dieser Verwandelung gezeigetwerden soll. Es schlaget sonsten am liebsten vomStamme aus/ lässt sich leichtlich schneideln und in dieHöhe bringen/weiln das Wetter seinem Hiebe oderBeschädigung nichts schadet / sondern / wegen dersonderbaren Fettigkeit/ bald wieder verlausst. Sei-
ne Frucht i/i nichts besonders/ ausser nur/daß er viel-fältige Traublein/ in der Grösse der Arls - Beere/ zu-sammen hänget/welche Hernachmals Winrers-Zeit/wann er verdorret / sich wie die Kiessern - Zapffenvoneinander thun/und ausfallen/so hernachmals ei-ne sonderliche Nahrung der Zeißlein wird.
Der Eschen-Baum ist mehrentheils an denen Oer-tern/ allwo die Eller wächset/ zu finden/ doch wächseter auch an trocknen Orten/ und in denen Wäldern.Ist ein zähes Holtz / dahero denen Wagnern nichtunbrauchbar/ hat grobe Jahre/ist ungemein porös/und kömmt dem Nuß - Baum / sowol wegen seinesHoltzes als Laubes/ nicht ungleich/nur daß es etwashärter/ das Laub aber mercklich klein-blätterichterist. Es traget dieser Baum einen Saamen / welcherweißlicht und vielfältig in Forme derer Schotten anund neben einander auf Knaschbel hänget. Er istleichtlich zu schneideln und in die Hohe zu bringen/weiln er im Wetter sehr daurhafftig ist / schlaget einestarcke Wurtzel/ und ist also wegen seiner ungemei-nen Sömmerung am allerbesten an denen Wassernauf Wiesen/nicht aber in Gärten/ oder aber we-nigsten in denenselben nur in denen Hecken zu zeu-gen.
Lx?. XXIV.
Einen Aast zu maZen / so dem Wasser widerstehet / in denen
Kellern und Gewölbern / oder Mernen zu gebrauchen;
Jrem gute Wasser-Kutte.
An nimmt wilde Dauch - oder Tufft - Steine/flösset sie zu Mehl/rädet solche durch em
Sieb / thut darunter frisch abgelöschten
Kalch/ macht es mit Wasser an/ und arbeitets zumzweytenmal wohl durcheinander.
Wasser - Kutte. Nimm geflossen Glas / Ham-
mer-Schlag/Ziegel-Mehl/Staub-Mehl und Lein-Oel / eines so viel als des andern.
Oder Ziegel-Mehl / Schweffel/geflossen Glasund Hammer-Schlag / jedes gleich viel/dann drey-mal so viel Hartz/ sämtlich untereinander zu einer Kut-te gemacht.
Jnnhalt