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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
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315
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Dritten Theils Etlfftcs Buch.

3-5.

XII.

AM - Weide zu maDen.

Ey dieser Fisch -Weide braucht man keinesKöders oder Flöße / weil sich dieser FaNg anoffenbahren Orten / allwo es fein sauber undrein ist / vortrefflich anlegen lasset. Dann man suchteinen cc>mmo6en Platz / da man das Garn auf 6.biß 7. Ruthen weit ausbreiten kan ; Wann solcherOrt erwählet / so last man etliche zo. Bündel Ge?strauch / jede von 6. Schuh lang und Mannes dick/an denen 2. Enden binden / und an denjenigen Ortbringen / wo die Fisch-Weide soll angeleger werden»Alsdann leget man sie nacheinander in das Wasser/doch also / daß zwischen zweyen jederzeit ein Schuh-brcites ^osrium oder Raum sich behnde. Nach die-ser Schicht wird wieder eine Quer über die erste ge-macht/und diese AufhauffuNg so lange cynrlLuiret/biß das Wasser etwann eines halben Schuhes hochüber diese oder Bündel gehe; Damit aber

die Sonne nicht hindurch scheinen möge / so mußman Gesträuch / Gebüsch und steine zum Beschwe-ren darauf legen ; Dieses jetzt erzehlre last sich mitgutem 5u^ccl!> und Vovthtil in einen See/Weyheroder Teich stticiren. Will man es aber auch infliesseNdem Wasser anwenden / so muß man mutenj)urch diese Bindel einen starcken höltzernen/ uNtenaber mit spitzigen Eisen beschlagenen Pflock in denGrund fest einschlagen / damit diese Weide nicht fortgeschwemmer werde / doch aber auch in einer solchenO'ltsn? bleiben möge / damit die Fische ihre geräu-mige Platze darinnen finden können.

Diese klscklne kan Nun in solcher Positur biß 14.Tage in Ruhe gelassen werden / ohne darnach zu se-hen; Dann/ wie leicht zu erachten/so fürchten sich inder erste die Fische vor dergleichen Nie gewohnten Ver-änderungen/ und vg^iren nur von weiten um diesenOrt herum / biß sie ihn endlich gewöhnen / und sichdarunter zu verbergen suchen. Nach p-uNrung die-er ^eit / kan man von weitem / und nach und nach/ in)er°Nahe dieser Fisch-Weide fischen / und dadurchverursachen/ daß sich die Fische bey Vernehmen ei-nes Geräusches in dieselbe rcciriren/ und ihren Auf-enthalt darinnen suchen mögen.

Man findet auch eine noch andere Manier vonFisch-Weiden / in denen sandigten und Fisch-reichenFlüssen/ welche denen Sonnen-Strahlen und der-elben Hitze / ohngehindert kan unterworffen bleiben/>ie Fischer nennen sie Boden oder Potte.

Die Art und Weise solche zu verfertigen/beste-het hierinnen: Man sucht sich einen Platze ohne Moos

und andern gesmnmleten Ünfiath aus; Diesen belegtman mit 10. biß i2. ja biß 24. Pfund schweren Stei-nen/ welche doch / einer von dem andern so weit müs-sen abgesondert liegen/ als sonsten ein solcher Steineinnimmt. Auf diese eingesengte Steine leget manetliche zusammen gefügte Bretter/welche wie em Thor(Pforte) leicht von dem Wasser könnte weggeführetwerden/ so beschweret man solche mit Steinen/Holtzund andern ^ 'cerialien/und versichert die daruntersich Haltende FGe/ vor der Sonnen-Hitze; Dannwann die Fisch-Weide/ gleich an dem offenbarestmPlatz / so der Sonnen am meisten expgmret ist/an-geleget wird / so können doch derselben Strahlen/diedicken Bretter und andere Sachen/so die Porte be-decken/ nichr durchscheinen/ und ihnen dannenhero sol-ches zur grösten Beschützung vor denen Sonnen-strahlen/ nicht aber vor die Berückung des Wei-de-Mannes und Fischers sicher seyn.

Dieses einige fallet noch hierbei) zu ^emz^ui'renvor / daß man sich unterschiedliche solche Porten ver-fertige/ damit man immer was zu fangen hat; DasWasser muß auch zum wenigsten indergrosten Hitzeüber 4. od^r doch wenigsten z. Schuhe rief Wasserhaben / daferne die mir Nutzen soll können

geleaet werden.

W

Wann nun die Fisch-Weide 2. biß 3. Wochen ge-

von weiten aufdas Wasser schlagen/naher der Fisch-Weide rucken / damit der Fisck gezwungen werde/sich in dieselbe zu recir >ren. Wann man noch zweyRuthen von der Fisch-Weyde entfernet / fs wird das iGarn rings herum gerichtet. So nun alles umzo-'gen / daß nichts mehr entwischenkan / so ergreifst mandie Stange / und ziehet eine ksckioe nach der an-dern mit dem Hacken heraus / wie auch alle Bede-ckung / und was vom Gebüsch alldorten sich findenmöge / alsdann stöhret man in der Flösse mit derStöhr-Stange herum / biß man vermercket/daß sichalle dort aufhaltende Fische/ in das Garn verstricket/dann hebt man solches über sich / nimmt die gefange-ne heraus/und richtet die keinen wieder/wie vor-mals/ auf/ da man dann gewiß alle z. biß 4. Wochen/seine richtige Fische haben wird.

Lz?. Ml.

VonWurff-Gam/ item/ Koffer-odcr Sack-Garn.

)Jeses Garn oder Netz zum Fischen bestehet ausgutem gezwirntem Faden / wird mit zwölffzwey Zoll weiten Maschen angefangen/ und indie Rundung gestricket/daß es oben spitzig kommet/welches man am allerbesten bey denen Garn>Stri-

ckern kauffen kan. An dieses Garn äusserstes Seilewerden / nachdeme es weit oder eng / aufs wenigstebiß 2s. Pfund bleyerne Kugeln / welche wiedieFlimten-Kugeln seyn können / und in der Mitte ein Lochhaben müssen / gebanget/ jedoch / daß zwischen einer

I!I. Theil.

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