Dritten Theils Eilfftes Buch.
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der/ als gekochte/ dann das Feuer benimmt ihnenihre Feuchtigkeit.
So ist auch ein Unterschied der Fische/ wegen desWassers/ darinn sie wohnen.
Dann Meer - Fische sind viel gesünder / als dieman in süssen Wassern fäher/und solches wegen desSaltzes / welches die übrige Kalte und Feuchtigkeitin den Fischen verzehrer/ ein hart Fleisch machet/undsie vor dem Faulen bewahret.
Darum siehet man / daß ein gesaltzener Hering/rohe aus der Tonnen genommen/ und auch gessen/dem Menschen nichts schadet. Unter den Meer-Fi-schen sind auch die am vesten/die in den grossen Tief-fen des Meers wohnen / und allda heraus gefangenwerden / welche die grossen Sturm - Winde wohlherum getrieben/ und gejaget haben.
Do sind Flüß-Fische/die in den tieffen rinnendenFluß - Wassern gefangen werden/so gegen Mitter-nacht fliesten/ darinnen viel Stein und Sand lieget/und wo das Wasser schnell laufft/ viel gesünder/dann die man in den Seen / Pfülen / unflätigen/Mist - pfützigten Wassern sahet / oder auch in denstinckenden/ schlammigren Pfützen und Morast/ dieaar mosicht oder modericht schmecken / dann sie sindsonderlich ungesund.
Unter den Fischen/ die ein weiches Fleisch haben/sind die Grösten die besten: Aber unter denen / diehart Fleisch haben/ sind die Kleinen am besten.
Es seyn auch die schuppichten Fische besser/dann dieschleimichten/ die keine Schuppen haben/und je grösserschuppicht sie sind/ je gesünder sie auch seyn.
Auch sind die frischen Fische gesünder/ dann diekrancken/ die gar matt oder todt sind.
Nach grosser und schwehrer Arbeit soll man kei-ne Fische essen/ dann also faulen sie desto eher in demMagen.
Fische die hart / weiß und subtiles Fleisch haben/sind viel besser und gesünder / dann die ein zähe undschleimicht Fleisch haben.
Auch ist viel an den Krautern gelegen/die an denUfern der Wasser wachsen. Dann wo böse Krau-ter sind/ da seyn auch ungesunde Fische.
Es sind auch etliche Fische/ die sich sehr vor demDonner fürchten; Dann die Fohren oder Forellenerschrecken so sehr vor dem Donner/ daß sie erstar-ren/ und unbeweglich im Wasser liegen bleiben/ daßman sie leichtlich mir den Handen ergreiffen und be-kommen kan.
Ingleichem die Karpffen/auch die Alsen oder Läu-
se-Fische/derer t-ol-eriK! gedencket. Ferner die Aa-len/die erschrecken so sehr/daß sie sich auch aus derLiesse/ oder aus dem Grund / (darinnen sie sich son--sten zum meisten halten) zu oberst auf das Wasserherauf begeben/und demnach gar leichtlich mit demHammen gefangen werden können.
Darum werden ihr auch zur selben Zeit in denAal-Kasten/Reusen und Sacken/die man ihnen al-lenthalben in grossen stillen Wassern gestellet hat/machtig viel gefangen.
Es tretten auch dieselbige Fische alle im Frühlingaus dem Meer und grossen Tieffen heraus in die Flüsseder süssen Wasser/ aber sobald der Sommer und dieheissen Zeiten einfallen/ da machen sie sich wieder hin-ein in die Tieffen/ und ins Meer.
Es sind vier Lomplcxioneü der Menschen / wernun wissen will/ob ihm die Fisch gesund oder unge-sund seyn/der muß seine Komplex ion wissen / ob erein 8»nAuincus, ^kle^mAricuz, Lkulericus, odeLklelznckolicu; ist.
Die l'dle^msrici sind kalter und feuchter Natur/sweil nun die Fische auch dieser Natur/so können stejden pkleZmsricis nicht gesund seyn/dann also wür-iden sie vielmehr kalt und feucht werden / dadurch siedann böse Magen / schädliche Fieber/ die Wasser-sucht/ und allerley Kranckheiten bekommen.
Den 5snguine>5, die warmer und feuchter Na--tur seyn/und den i^elsnckolici?. die kalter und tro-ckener Natur/können die Fische nicht leichtlich scha-den/dann der Fische ihre Kalte haben eine Gemein-schafft mit dem 5snßume, denen (^kolencis, welchehitzig und trocken sind/ denen sind sie gar gesund.
Jedoch/ weil ein guter Trunck Wein auf die Fi-;sehe gehöret / sonderlich / wanns weichlichte Fischesind / so möchten sie auch denen t'KleKmzrici'i nichtsviel schaden/ wann sie Wein darauftrinckeN/ und'Nüsse darauf essen möchten. Dann weil die Nüsse!trockener Natur seyn/so können sie es hindern/daßlsie nicht mehr von den Fischen bekommen.
Doch sollen auch die Leute/so der andern dreyenLon- plexionen sind / gleich sowol Wein aufdie Fischetrincken/und Nüsse essen/dann die Fische haben biß,weilen ein klein Gisstlein bey sich / sind übel zu ver-dauen/und faulen einem leichtlich im Magen. Aberdie Nüsse dienen wider den Gisst/ und helffen zu derDauung / weil sie warmer Natur seyn. Wer aber,einen schwachen Magen hat/ der voller böser Feuch-tigkeit ist / der soll sich der Fische gar enthalten/undsie nicht essen/ damit er nicht Übel arger mache.
vn.
Bon manZerley UsZen.
Er Salm (8a!mo im Sommer/ im Herbstaber Lachs / quali izssu-; genannt) streichetaus dem Meer in die Flüsse Schweitzer-Lan-des/ den Rhein/ Limmet/ Reuß/ :c. Ist ein Fleischeines sehr cieücscen Geschmacks / und zarten Flei-sches/mit welchem die Baseler grosse Herren zu be-schencken pflegen; Als welcher in Menge / nahe beyBasel/ nemlich in der Salmen - Waag / und in dem
Strudel / nächst Rheinfelden / !c. gefangen wird.V^sZrieruz in Kilt. I-Ielv. und ^)err Joh. ErhardEscher / in Beschreibung des Jürch - tz?ees p. 11s.melden / wie die Salmen gegen dem Winter ausdem Meer / damit sie leichen können / in dieHssenWasser hinaufkommen / und machen in dem Sandihre künstlichen Gruben / die sie mit Steinen wohlverwahren / damit das Wasser ihren Rogen / wel
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