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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
Entstehung
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53
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Dritten Theils Siebendes Buch.

,> und gemässigte Abwechslung derselben/

^ i-ncn und gründlich vorzusagen wisse. Sie zei-..'n u is die des Feuers / welche in der mei-

nen ^k/mischen Arbeit und eroc.cüen gar genau zu

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beobachten knd / auf das richtigste an. Sie lebrenuns/welche Zimmer undQerter vor andern gesund ?Ob derLufft oaselbst rein und fein sepe ? Und wasdergleichen mehr.

(üä?. XI^.

Von des Btcrs Nahmen / BesDassenheit/ Lob / Nutz und

Zugehörungen / daftrn e6 aiioers rechtschaffen/gut

und gerecht ist.

S bat GOTT der Allmächtige/aus grossergnadiger Güte/ Müdigkeit und Vorsorge/dem Menschlichen Geschlecht / damit es zurErhaltung dieses zeitlichen Lebens an nichts mangelnnoch gebrechen solte / an statt des Weins / diesen gargesunden Getranck/ des Biers / so aus Getraidig/Hopffen und Wasser bereitet / und verfertiget / son-derlich den ^eptenrrionalischen oder Mitternächti-gen Volckern / gezeiget / verliehen und gegeben.Welches edle Getranck dann der Natur gar ange-nehm / bequem und nützlich / weil wir auch des Korns/daraus das Bier gebrauet wird / täglich in der be-sten und nothwendigsten Speise gebrauchen; Danndie Natur hat Lust und Liebe / wie^in allen andernDingen / also auch zu gewöhnlichen Speisen und Ge-tränck/wie der gelehrte »ippocistes andeutet. Dannman mag auch den kleinen Kindern und Saug-Am-mendiß Getranck geben/welchen es nicht ungesund/noch zu wider / wie etwann der Wein; sondern esmögen das Bier beyde / Kind und Säug-Ammen/wol sicherlich und sonder Gefahr zu sich nehmen undgebrauchen.

Den Nahmen des Biers belangend / heist es inGriechischer Sprach ^yrkum oder^ylkius,

qusli compolirum ex Qirk; Es ist aber <^ick, einArt Saamen/ den sonst die Griechen (als welcheVolckern die erstmalige Erfindung desBiers von etli-chen zugeschrieben wird) ^slanrkion nennen/in denApothecken heilet mans Nigellzm : (Welches Ge-wächs etliche für den wilden schwartzen Corianderhalten) Solchen Saamen haven die Alexandriner/wie t^aienus meldet / zum Bier gebraucht / Massenhiervon beym?!inic)iibr. 20. cap. 17. und an andernOrten mehr mag gelesen werden. Etliche machen ausgedachtem Qirk em Kraut / andere / wie gemeldet/Haltens für einen Saamen. Die Lateiner sprechensin KIslculino und in Lenere aus/^vrkus

live ^ytkum ; Etliche machen ein Cimbrisch Wortdaraus/k.e. Lzpursusve,^urk. 8uer, oder süß / ciulce. Es wird das Bierauch zu Latein Lerevilig . quzsi Lercris Vinum. Leres-oder Lcrcriz. Wein genannt; Die Hispaniernennens Loelis Lt Leria, z ret'riZersrione, Lc cere-re,kühlen/ lenirei-Lc suavicer refrigersre.unciccll.cimu8,ein kühler Wein/ czuo6 mokjerzrö Lc suavi-rer reinAerar.. polonic^ oder Polnisch / HeissetBier kybo oderBy^rven / Sie/ quall prcbe, off'cr,Ehr/Kc>norem, vcl Sey/Äi/spucl; urcumclico,Zy ju / bey Euch und Ehr / bey Ehren; ex.cei>38 moäum in bibencw. So viel von dem Nah-

men des Biers. Von des Biers (^ugürsten/Na-tur/Eigenschafft /Krafft /Tugend oder Würckung

Es schreibende alten Scribenten/daß man vorZeiten nicht allein von Gersten und Waitzen / wieheutiges Tags bey uns in Teutschland der Gebrauch/sondern auch von Reiß/und wie ürKcnTuz meinet/aus Hirs/ und Oioctoruz 5icu>u5 aus Gersten undKräutern (massen noch heutiges Tages bey denenCur-und Lieff-Landern anzutreffen ist/) Bier ge-brauet und bereitet habe / so pfleget man auch wovon Rocken und Habern Bier zu machen. Es pfle-get aber das Haber-Bier/wegen der bey sich haben-den Doll-Körner/ den Kopff gar doll/und bald vollzu machen. Zu diesem haben auch die Alten / die Blu-men/ Dost oder Haupter von dem Hopffen genom-men: Dann weil alles Getraid/ sonderlich aber der

asser im ersten Grad kalt und feucht ist/so muß ihme der Hopffe / der in 5ecun6o (-raäu, oderandern Grad / und noch etwas drüber warm undtrucken ist / seine Kälte und Feuchtigkeit benehmen.Daß also das Bier zu Erhaltung des MenschlichenLebens/gar eine liebliche gesunde Lorrelpon^en? undVerwechslung der (Zusiirsten bringet.

Wann man von neuen Gersten brauen will/dieerst in die Scheuren kommen / da sagen etliche/manmüsse dieselbe zuvor ein wenig rösten/und treugen oderdörren lassen; Aber man schütte sie nur im NahmenGOttes in den Bottich / und decke sie mir Deckenwohl zu / und lasse sie also etliche Tage liegen / sozeucht sich die Feuchtigkeit der Gerste durch die or-dentliche Warme/so in dem Maltz-Hauß beständigerhalten wird / heraus / daß sie also ohne Gefahr zumbrauen kan genommen werden.

Das beste Wasser zum Bier ist Bronnen-Was-, fließend Wasser / Regen - WaOr / und bißwei-len auch das Wasser / so aus den Seen geschöpffet

wird / sonderlich aber ist darauf zusehen / daß dasWasser fein sauber/ lauter / rein und zum trinckentaugllchfty. Man nimmt auch wol zuweilen saltzigeMeer-ÄZasser/oder die aus den Berg-Wercken fiies-sen/und eine metallische Art und Schärffe an ihnenhaben / oder kalchichte Wasser/daraus aber werdenschädliche ungesunde Bler/ die billig zu meiden find.Der Hopffen soll fein klebend seyn / und einen gutenGeruch haben / der wohl gelegen/und recht verwah-ret ist/ daß nicht Lufft oder Regen zu ihm kommen mö-ge. Dann ein solcher Hopffen bringet gut Bier / er-öffnet/was verstopftet ist / reiniget das Geblüt / hin-

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