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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
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?26 DeoAdelichen Land-und Feld-Lebmö

! Korn; :n hohen sandigten Aeckern und Brand - Hü-^ geln will er nicht wachsen. ^50 pflegen auch wol die

! Bauren / wann sie Aecker darnach haben / den Wai-^ tzen m drey biß sechs -jährige Mistung zu säen/undj wächset er ossrmals so gut als auf einem Miste / aberwo der Acker nicht darnach ist / ists gewisser / daß manKorn dahin säet. In die Teiche / wann solche ange-wässert liegen / und guter Erdboden darinnen ist/wird auch Waitzen gesaet. Das Waitzen-Feld be-treffend / so wird solches an etlichen Orren drey-an et-lichen viermal geackert / und gemeiniglich auch / denDommer durch^edünget / es wäre dann / daß in vor-hergegangener Sommer - Art zur Gerste solches ge-schehen. Wird demnach der Acker zum Winrer-Wäiken insgemein ordentlich / wie folget/ zugerich-tet. Nemlich in das Brach - Feld / oder auch denje-nigen Acker / darein man den Winter - Waitzen säenwill / lässet man gemeiniglich gleich nach Pfingstenoder im Anfang des Junii/ den Mist im alten Mon-den ausführen / und auf ein stück Feldes in einer Rey-he / oder da die Felder groß / in zwey Reyhen / oderauch wohl auf zwey Berten/ also/daß die Haussenzwischen die zwey Bette mitten in die Fuhre kommen/schlagen/und alsobalden breiten und unterbrachen.

Etliche aber / sonderlich wo nicht gar zu starcke Ae-cker sind / und die nicht allzu tieff im Erdreich liegen/düngen auf eine andere Art / nemlich : Sie brachenzuvor den Acker / nachmals führen sie den Mist aufden gebrachten Acker / breiten ihn / und lasten densel-ben also gebreitet/ biß zur Zeit des Rührens liegen;Gleichwol halten Verständige davor / daß derglei-chen Düngung gar wenig nutz sey; Dann wann derMist so bloß unzugedeckr auf dem gebrachten Acker solange lieget / daß denselben die Sonne etliche Tagebescheinet / so wird ihm die beste Fettigkeit und Krasstvon der Sonnen-Hitze ausgezogen und benommen/daß nachmals das dürre Stroh davon / wenig dün-gen oder den Acker Krasst geben kan : Darum es vielbesser ist/man brache den Mist nach Art eines jedenAckers / nach dem er tieff oder seichte ist. Und solchergebrachte Acker bleibet nachmals liegen/ biß die Ernd-re-Zeir vorüber / und alles Getraide eingebracht ist.Jedoch / nach mehrentheils verflossener Erndce / et-wann im Julio/ soll man den gebrachten Acker besich-tigen / ob derselbe nach dem Brachen sehr gewachsen/und ob es derNolhdurfft sey/daß er gewendet wer-den muß / und da soll er mir dem Pfluge (wie zuvor imbrachen geschehen) gantz aufs neue umgerissen / undumgewendet werden. Wo man aber siehet / daß sol-cher Acker nicht allzu sehr gewachsen / oder nicht großüberzogen wäre / so bedarff es solcher vielen Mühe/und des Umwendens gar nicht. Etwann im Augu-stowird das Rühren vor die Hand genommen/alsodas man den gebrachten oder umgewendeten Ackermit dem Hacken quer überfahren / und die lange Fuh-ren mitten entzwey reisten thut; Die Fuhren sollenauch fein nahe / und nicht allzu weit von einander ge-macht / und gefahren werden / damit sich die Erd-Schrollen desto besser von den Egen zerreissen lassen/und also der Acker fein klein gemacht / und wohl ein-geeget werden könne. Und wann der Acker / wierecht ist / gerichrct worden / so soll man ihn auch also-

bald/weil die Erden noch frisch ist / mit den egen dieQuer und die Länge wohl überfahren / und aufs beste/als es seyn kan / die Gruben einegen / und sollen aufBartholomäi alle Aecker gantz zugerichter / und dieRühre eingeeget seyn/und so sich auf dem gerührtenAcker noch viel Quecken nach dem zuegen befinden/so muß man dieselben vom Acker abführen / und denAcker also von allem Unkraut rein machen.

Nach diesem sänget man an / den bißher zu^erich-!ten Acker im Septemb. auf Maria Geburt zu ahren/lwelches zur Wmrer-Saar die letzte Acker-Arbeit ist/lda man alsdann mir dem Pfluge erhabene Bette/ei^nes nicht grösser dann das andere / macht / woraufder Winter - Waitzen / wie recht ist / gleich eingesäetwird. Zum Saamen vor den Winter - Wachen /wird der alte Waitzen vom vorigen Jahren beffer ge-achtet als der neue/ wann mans aber nicht andernkan / so mag man auch wohl den neuen darzu gebrau-chen. An denen Orten / wo der Saame unterge-ackert wird / säet man auf einen Acker so viel Wincer-Waitzen als Rocken; An andern Orten aber wird!der dritte oder vierte Theil weniger gekommen alsdes Roggens / weil der Waitzen qrösser Stöcke / und >auf einen mehrHalmen/ als der Roggen auf zweyen-bekömmt. I

Der Waitzen wird mcistentheils mit zwey Gän-gen gesäet / das ist/ wann der Säemann in einer Bet-te Furchen am Bette hinab gehet / und das eine halbeBette mit Waitzen beworffen hat/das wird vor ei-nen Gang gerechnet/und wann er die andere Furchewieder an diesem Bette herauf gehet / und die andereHelstte auch besäet / das wird vor den andern Ganggehalten / und also wird ein gantzes Bette / mit zweyGängen / wie recht ist / eingesäet. So aber der Sae-Mann mitten auf dem Bette gehet / und der Säe-Mann aussäet / muß er die Hand voll nehmen/ undallemal das gantze Bett überwerffen/ alsdann Heissetes mir einem Gang gesaet.

Der Waitzen / so im Zunehmen des Monden ge-saet / soll allezeit besser seyn und wachsen / als wann dieSaat - Zeit im Abnehmen des Monden geschiehet;So halten auch einige Bauren davor / daß/wannman den Waitzen im Voll-Mond säet / er sodannzugleich ausblüher / und reiffwerde; Etliche säen denwaitzen im ersten Viertel des Herbst Scheins/ oderauch vom nechst hergehenden andern Viertel an/bißzum Voll - Monden ; Doch halten sie es für besser/wann es im bemeldetenersten Viertel geschiehet: Imübrigen soll man den Waitzen / wie alles^)ndere Ge-traide / nicht allzu naß einsäen / dann es wird sodannmit dem egen^nur über einen Haussen geschleppet/und kan der saamen wegen der allzu vielen Nässenicht einwurtzeln / muß endlich umkommen und ver-faulen / der Ursache man allezeir schon trockenWerter sehen /und dasselbe in der Saat-Zeir keineswegs versäumen soll. Wann aber gar zu dürre Zeitist/ so pflegen etliche den Saamen auf die geegte Rüh-re mir auszusäen/und ackern ihn sodann mir unter/damit der Saame desto mehr Feuchtigkeit habe / undbehalte / wann er tieff im Acker lieget / und egen dannden Acker das letztemal zu: Aber es ist solches nichtallezeit tkunlich/ sondern am besten / daß der Waitzen

aus-