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3. Th. (1715) Deme zum Beschluß, Ein bewährtes, meistens aus eigener Erfahrenheit, und unterschiedlich-practicirten Manuscriptis, wohleingericht- sehr nutzliches Koch-Buch beygefüget ist In welchem, gantz besondere zu diesem Zweck, sehr curiose Materien, deren man sich, mit grossem Nutzen, und seiner Vergnügung bedienen kan, enthalten ...
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Dritten Theils Slcbeuoes Buch.

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feucht werde uM erweiche. Etliche böse / uufleissig-und unerfahrne Haushalrer/pflegen ihre Felder mirdem Mist / gleich /weil er noch gar warm und kitzigist / zu tungcn: Aber solches mackr das Unkraut nurdesto mehr ausschlaaend und wachsend / masseN soiches aus täglicher Erfahrung zu sehen. Dann wannder Mist allzubald gestreuet wird/ (unangesehen/daß er nachmals auch beregnet und durchfeuchtetworden) nichs destoweniger / indem viel und man-cherley Körnlein im Srall darein fallen/schlagen die-jenigen (wiewol nicht so gar natürlich undfrucht-barlich / als andere) viel ehe aus / dann der andereund natürliche Korn-Saame/ welchen man auch inselbigen Acker hat einsäen lassen.

Etliche pflegen auch den warmen / und kaum halbverwesenen Mst/irgends an einem Ort ihrer Güterzu nehmen: Aber sie thun damit einen grossen Scha-den / dann solcher M'.st / dieweil er weder vom Re-en / Schnee / noch sonst anderer Feuchtigkeit isturchnetzet worden/bleibet er gar roth/ bringet auchkeinen Nutzen noch Fruchtbarkeit / als allererst imandern Jahr; macht darzu/ daß die Früchte nicht sowohl mögen gerathen / oder desto zeitlicher/ (wiebey gutem Mist geschieht) ausschlagen. Aber hiebeyist gleichwol auch zu beobachten/daß wann man willein wild und ungeschlacht Feld bemistm und betun«

gen / so ist es allwegen besser? daß man den neuenfrischen Mist aus den, Stall / dann sonsten den altenund langst verwesenen darzu nehmen / denselbigen imZunehmen des Monds / ein wenig für dem Saen/alif die Aecker breite / und dann gleich den Grunddarauf lasseil umackern.

Wo man nun / an statt dürrer / magerer und un-fruchtbarer Aecker / gute/ ferre Und fruchtbare Felderzu machen gedencket: muß man auch noch andere Mit-tel vor die Hand nehmen / darunter das Fümehmsteist / daß man nemlich ein Jahr oder zwo» die Felderlasse still liegen oder ruhen/und doch nichtsdestowe-niger dieselben im Winrer und in, Sommer mir ei-nem Pflug umähren lasse; Darnach so man will/daßsie das erste Jahr sollen tragen / mag man sie mitFeigbohnen / oder / welches noch besser ist / mit Erbsenbesäen: Jedoch sehe man wohl m/ daß der Acker nichterfroren sey/dann sonst mag jolches oder

Hilsen-Gewächs nicht zum besten gerathen. Wannaber zu dem auch der Erdboden leicht und trucken ist/so kan man / wo es die Gelegenheit leidet/selbige Fel-'der/ ungefehr zehen Tag lang / mit irgends einemWasser überschwemmen lassen ; dann solches ist vielbesser lind ersprießlicher / als die allerbesten Mist-Haussen oder Tungung/ so manje überkommen mag.

Lx?. IX.

Bon dreyerley Aeckern und Feldern bey einem Land-Gut/

und wie dieselbe alle Zahr umgewechselt werden.

In jedes Land-Gut oder Vorwerck soll insge-mein seine dreyerley Aecker/so viel möglich/indrey gleiche Theile abgetheilet haben / erstlichin diejenigen / darinn man im Herbst die Winrer-Saat / als Waitzen und Korn säet/und also überWinter liegen lässet / und diese heisser man das Win-rer-Feld. 'Die andern werden genannt das Som-mer-Feld/ darinnen man im Frühlinge allerley Som-mer-Getraide/ als Gersten/ Haber / Erbsen/Hirse/Heyde-Korn/ Lein und Hansspfleget auszusäen. Dasdritte Feld aber / oder die dritte Einteilung/bleibet»n Sommer unbesäer liegen / so man zu Hürung vorsVieh gebraucht / davon es dann auch das Brach-Feld genennet wird. Es ist aber zu mercken / daßdie Felder / wie sie jetzt beschrieben worden / diesenNahmen nicht immerfort behalten / sondern sich aufnachfolgende Weise alle Jahr verandern. Nemlich(1) in das Feld / so den vorhergehenden SommerWaitzen oder Korn getragen / und daher das Win-rer-Feld genennet worden / wird auf den andernSommer hernach in dein Frühling/ etwann im Mar-tio / das Sommer-Getraide gesäet / und also auchnicht mehr das Winter-sondern wegen ermeldterSommer-Saat / das Sommer-Feld genennet.

(2.) Das andere Feld / so vorhergehenden Som-mer mit Gersten / Haber und anderem Sommer-Getraide besaer gewesen / und derentwegen auch da-mals das Sommer-Feld genenner worden/wird denSommer nicht besäet / sondern bleibet zur Hütung

liegen / daher dann solch Feld seinen vorigen Nah-men gleichfalls verlihret/ und nun das Bracp-Feld genennet wird.

(5.) Das dritte Feld aber / welches vorhergehen,den Sommer unbesaet / und das Brach-Feld gewe<sen/ welches man biß zu Johannis mit genossen/wirdnachmals mir Mist befübret / bald umgerissen / undverändert also seinen Nahmen hierdurch auch wie-derum / so daß eö anieko vor Winters bald nach!Michaelis mit Wimer-Getraide / als Waitzen oderKorn / besäet / und nun deswegen das Winter-Feldgenenner wird. Und also werden auf solche Weissalle Jahr die Felder umgewechselt/und wird immer-zu ander Getraid darauf gesaer/ nach welcher Saat-,Zeit dann die Felder immer von neuem genenner wer-den ; Es ^geschiehet aber nicht nur darum / daß man

mir derDungung desto besser fortkommen kan/sonderne Jahr die drey Felder immerzu nur'mir einerley Getraide vesäen/ den Saamen keinmal

auch / so mail alle

umwechseln / auch die Felder eines um das anderenicht ruhen lassen wolre/ so würden es die Aecker indie Lange nicht ausdauren / sondern endlich gantzschwach und unfruchtbar werden/und nicht viel Mehrtragen;DerowegeN es dann die Nothdursst ist/daßallwegen zwey Felder besäet/ und das dritte Feld un-besäet gelasseil wird / zu dem Ende/ damit das eine ru-he / und künsstig desto bessern und richtigern Zuwachshaben möge.

' Doch