6oZ Des Adkttchen Land-und Feld-Lebenö BrittenThejlS/ SechstenBuchö.
D>e Amarinthen oder Sanmet-Blumen /Inson-derheit die raren / wollen bey guter Wärme unterGläser« odervon Thon gemachten Glocken/auf Mist-Beeten gesäer / und hervor gebracht werden / und die-ses im Ängfang des Aprilis/ den füuff-oder sechstenTag'desneuen Monds/wann es anders seyn kamAber so'bald si? zwey Daumen in der Höhe/ und vieroder füny Blätter haben / muß man die volle oderfreye Lusst zu ihnen lassen/die besagte Glocken aus klei-ne Gabeln stellend / und wann die Nächte warmwor-den / nimmt man die Glocken von den Samet - Blu-mep gar hiinveq; Morgens aber stellet man sie wiederauf Gabeln / und dieses geschieht einen Monat oder 6Wochen lang/auch länger/ wann man will: Wanndie Sammet-Blumen starck sind worden / und dasgelinde Wetter gekommen ist / nemlich das Ende desMayohngefahr / oder der Anfang deeJunij/ so setzetman sie / zusamt der daran Hangenden Erden/ wo manhinwill/ und zwar / wann es seynkan/ bey Rsgen-wetter. Diese Blume ist fthr zart in kalten Ländernfortgebracht zu werden.
Dieses ist die Art/ mit den schönen Sammet -men umzugehen/ wann man sie bey Zeiten/das ist /gleich in dem Monat Julio/im Flor haben will: Ver-langet mm sie aber spatzr/ so säet man sie in dastand/welches wol gedünget/mit einem dritten Theil Sandzubereitet / und aleicb im Anfang des May mT öpffe ge-thanworden ; In diesem Fall bringen sie chreBlutnenerstlich in dem Monat Augusto.
An statt der läutern Erden kan man ganh warm
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Roß-Bollen in grosse Scherben thun / sie wol eintru-cken / und zwey Daumen hoch gutemitSand gemeng-te Erde daraufschütten/ die Sammer-Blumen dareinsäen / und/damit sie desto geschwinder wachsen/Gla-ser darüber stellen- In Scherben kommen sie bessetfort / als in dem Lande.
DieSammet-Blmnen wellenfleissigund offt begos-sen-seyn. Es ist gut/ wann man sie früh hat / demitder Saamen Zeit habe/ zuzeitigen / man mußsiesogar den Winter durch in dem Gewächs-Hause aufih-ren Blumen / und wie dürre sie auch scheinen/ in ihremStroh oder Halm lassen/bis die starcke Reiffen vor-bey sind/alsdann kan man nach Gurdüncken denSaa-men heraus nehmen.
Die schönste Amaranthen oder Sammet-Blume«haben emen gelben Rand/ undfindm sich welche da-runter / die chren E träußlein so unterschiedene Figu-ren mittkeilen / als sich dessen an ihrem Fuß / welchergantz voller Blumen ist / die sich in der Dicke einem.Sckuk ohng efehr breit / und in der Höhe andert-halb Schuh erstrecken/ befinden. Diese Blume dau-U't?wey b;s drey Monat / und ist eme Gattung derWinter-Blumen.
Es giebt deren von unterschiedenen Farben/alsVi-sl-braune/ Purpurfarbe/Earmesm-rothe/ Pomerantzen-Farbe/ rothe / gelbe und andere mehr. Es ist eine wundersame Blume / und von den schönsten / dilnan sehen mag/ die jetzund von denen/ so sie wohlkennen / sehr hoch geschätzet wird. Sie ist gerne /ws nicht allzu viel Sonne hinkommt / in einer rechlguten Erden/ und will offt hegossm seyn.
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