Berichtigungen und Nachträge. 489
Stadtschreiber und Ratsschreiber dieses Jahrhunderts s. bei Ochs, Gesch.d. Stadt Basel VI 357.
S. 141, 16. Als des Stadtschreibers Schüler erscheint 1390—1396 »derkleine Cunrad«, nämlich Konrad Iselin; s. Stadthaushalt Basels II 59 ff.,und oben S. 6. Auf ihn folgte um 1399 Magnus Pfunser, der später Ge-richtschreiber -wurde, und erst auf diesen der z. J. 1407 bezeugte Wester-mann; s. B. Urkb. VII No. 85, S. 139, und den Nachtrag in B. Chron.V 560.
S. 141, 25. Für ein von Joh. Harnesch begonnenes Urkundenregisterempfing 1485 seine Wittwe vom Rat 2 Ib.; s. Stadthaushalt Basels II 463.S. 142, 4. Laut Leu, Helvet. Lexikon, soll 1509 auch Werner Beyel,der spätere Stadtschreiber von Zürich, als Substitut angestellt worden sein,also als zweiter neben Baumann. Jedoch besoldete der Rat in jener Zeitneben dem Stadtschreiber und Ratschreiber niemals zwei, sondern stets jenur einen Substituten; s. Stadthaushalt Basels III, zu jedem Jahr. Sehrbegründet erscheint hingegen die Vermutung August Burckhardts, dassmindestens von 1518 bis 1524 der nachherige Stadtschreiber Heinrich Ry-hyner Substitut gewesen sei; s. B. Zeitschr. II 40.
S. 160, 24. Der Vater Hans Sperrers gen. Brüglinger war vermutlichjener von Worms zugewanderte Brodbeck, welchen das Rote Buch S. 353Konrad Sporer, das Urteilbuch z. J. 1418 hingegen richtiger Sperrer nennt.Laut ersterer Quelle erwarb dieser sein Bürgerrecht auf den Feldzügen von1415, und laut Urteilbuch lebte schon 1418 nur seine Wittwe mit ihrennoch minderjährigen Kindern. Sie hatte eine Schuldforderung an Kunz-mann Zimbermann, den Müller von Brüglingen, und um diese geltend zumachen, erhielt sie zum Vogt ihrer Kinder, in Ermangelung eines Ver-wandten, den Scherer Niklaua Zschänni. Diese Schuldforderung aber lässtvermuten, dass früher Konrad Sperrer die Brüglinger Mühle besessen unddem Müller verkauft oder verliehen habe, und daraus würde sich der Bei-name Brüglinger erklären, den seine Nachkommen trugen.
S. 167, 12. Ein von Hans Brüglinger in die St. Ulrichskirche gestif-tetes Tabernakel mit seinem Wappen und der Jahrzahl 1447 befindet sichseit Abbruch dieser Kirche im Histor. Museum; s. E. A. Stückelberg imJahresbericht 1910 des B. Kunstvereins S. 41.
S. 197, A. 8. Die Rennerin wurde 1491 zerbrochen, um neue Feld-schlangen daraus zu giessen; s. Stadthaushalt III 11.
S. 241, 14. Die Aufzeichnungen Appenwilers schrieb schon K. Schnittin seiner Weltchronik aus; s. B. Chron. VI 170.
S. 256, A. 11. Diese dunkle Stelle will vielleicht besagen, dass die
Eidgenossen mit ihren Hellebarden so viel Feinde erschlugen, dass es einer
Karrenladung von Pfeilen bedurft hätte, um ebenso viele zu erschiessen.
S. 291, 23. Ueber den Kardinalstitel für Felix V. s. oben den Nachtr.
*u S. 58.
S. 302, A. 3. Der Domsänger und nachmalige Dekan Joh. ze Rin wohnte1Ir » jetzigen Antistitium; s. Hist. Grundb., Münsterhof No. 2.
S. 309, 16. Ueber Hans Schcckenbürlins Stiftung s. Jahrztb. d. Dornst.z - 8. Juni.
S. 312, A. 10. Einen ähnlichen Brief, an Kaiser Friedrich III., s. inHüplia Hs. A. 113 d. Zürcher Stadtbibliothek, S. 170.
S. 369, A. 1. Was Wurstisen S. 132 z. J. 1273 scheinbar Neues bringt,"üdet sich alles schon bei Briefer; s. oben S. 399.