464 Allgemeine Beilagen.
nen wir zu deren Namen nur das früheste und das letzte Jahrsetzen, zu welchen sie bezeugt sind. Um jedoch anzudeuten,dass ihre Regierungszeit jedenfalls über diese Grenzen hinaus-reichte, setzen wir vor und hinter solche Jahrzahlen stets einenGedankenstrich. In einzelnen Fällen sogar bildet der gleich- 5zeitige Papst oder Kaiser die einzige sichere Zeitangabe. Fürdie Folgezeit, namentlich vom XII. Jahrhundert an, fügen wirdem Namen jedes Bischofs womöglich das Amt bei, das ervor seiner Erwählung bekleidete, und ebenso die spätere Stel-lung bei solchen, die nicht bis zum Tod im bischöflichen Amte '°blieben. Sodann erwähnen wir jeweilen auch die Gegen-bischöfe, wobei wir vom Ausgang des XIII. Jahrhunderts anüberhaupt bei jedem Bischof bemerken, ob er dem Domkapiteloder dem römischen oder avignonesischen Papst seine Wahlverdankte. Für die gleichfalls erst im XIII. Jahrhundert auf- 15kommenden Weihbischöfe hingegen verweisen wir auf SchnittsWappentafel'), der wir hierüber nichts beizufügen wüssten.Ebenso mag hinsichtlich der Begräbnisse der Bischöfe die Be-merkung genügen, dass bis zu Ende des XV. Jahrhunderts siealle, sofern sie nicht in fernen Landen starben, im Münster 2begraben wurden. Die einzige Ausnahme bildet der in Prunt-rut begrabene Johann von Vienne 2 ), während andrerseits selbstder in Italien verstorbene Ortlieb von Froburg nach Baselverbracht wurde 3 ). Im XVI. Jahrhundert hingegen war der 1527verstorbene Hans Rudolf von Hallwil der einzige, der als Grab- 35statte noch das Basler Münster erwählte 1 ), und infolge derReformation hörte das alte Herkommen alsbald für immer auf.Da jedoch die endgiltige Auseinandersetzung zwischen Bischotund Stadt erst 1589 zum völligen Abschluss gelangte 5 ), soführen wir auch das Verzeichnis der Bischöfe bis zu diesem 30Zeitpunkte fort. Die Weihbischöfe hingegen, deren Amt i nBasel erst nach Mitte des XIII. Jahrhunderts begann, findensich bis zur Reformationszeit in chronologischer Reihenfolg 6im Personen- und Ortsverzeichnis dieses Bandes, unter derRubrik »Basel«.
Für die Quellenverweise, die wir jedem Bischof beifüge 0 »halten wir uns vor allem an Trouillats »Monuments de l'liistoirede l'ancien eveche de Bäle«. Denn obschon dort z. B. die
1) S. oben S. 32fl ff.
2) S. oben S. 416.
3) S. oben 8. 115, A. I.
4) S. Tonjola 8. 13.
5) S. Heusler 8. 459.