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7 (1915)
Seite
431
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1502—1527. 431

Vor yetzgedocliter zytt sind die geystlichen, die hohe stifft,kilchen und kloster ze Basel in irem höchsten gewesen, undmehr gehept an rechtung, Zinsen, nützen und gefeilen [552]dan vor zu keinen zitten. Welliches alles noch diser zitt6 mercklichen abgenommen, des auch hüttigs tags noch kein uff-hören ist.

Diser bischoff hatt in bemelten joren [als etlich schrybenanno 1519] 1 ) mit verwilligung des cappittels einen coadjutoren lsioangenommen 2 ), herrn Niclausen von Dieszbach [von Bern] dechan

10 der stifft; welliches auch bestettiget ward durch Leonem X. 3 ).

Als aber nochmols anno 1525 die paürische uffrür wider 1525geystlich und weltliche oberkeytten sich erhüb, und auch, noch-dem dieselbig gestillet, vil ingriff und enderungen in der reli-gion und geystlichen Sachen sich zutrugen, übergab yetzge-

16 dochter Nicolaus von Dieszbach sin coadjutory [umb eyn jär-Hche pension] 4 ) mitt verwilligung des bischoffs dem cappittelanno 1527 B ). Dornoch übergab diser Christophorus bischoff 1027dem cappittel auch das bistumb 0 ), und ward bald noch söl-"chem von dem cappittel ze bischoff erwellet Jacobus Philippus

20 de Gundelzheim usz Francken, custor und thümherr ze Basel.

Jacobus Philippus von Gundelszheim usz Francken, custor

Ze Basel, ward von dem cappittel ze bischoff erwellet anno

*ö27, under demente, by zitten Caroli V. Was hievor ob den 1527

swentzig jaren ze Basel thümherr gewesen 7 ); hatt sich gegen

25 Möglichen fründtlichen und wol gehalten 8 ). Kam ze unrüwigerz *tt und gefärlichen leüffen an das bistum [die auch der reli-

1) So z. B. Schnitt; S. oben S. 338.

2) Am 28. Mai 1519; s. oben S. 154.

3) Am 8. Aug. 1519; s. Eubel III 144.

4 ) S. oben Schnitt a. a. O.

, 5) Sein endgiltiger Rücktritt erfolgte am 21. Febr. d. J., 2 Tage nachem jenigen des Bischofs. Jedoch hatte er ihn mit dem Domkapitel schonlm Dec. 1526 vereinbart; s. oben S. 155, A. 4.

j^. 6) Am 19. Febr. d. J., also noch vor Diesbachs endgiltigem Rücktritt,hierüber, wie über seinen Tod, s. oben S. 154, A. 7. — In C folgt ausc hnitt sein Tod und ausser der irrigen Angabe über sein Grab noch der^schnitt über Rudolf von Hallwil, wobei aus dessen Grabmal im MünsterSow °hl seine Bezeichnung als Custos als auch sein Todestag (12. Febr.) er-gänzt ist; g. oben S. 338 und Tonjola S. 13.

lfi 7 ) Als Wartncr auf eine Domherrenpfründe wurde er schon am 21. Dec.000 angenommen; s. Wurstisens Analekten S. 59.• 8) Vgl. Anshelm V 188: ein lieber ungelerter Franck. — Ferner vgl.h - R ütinerg Diarium in B. Zeitschr. f. Gesch. IV 52, und oben S. 155.