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7 (1915)
Seite
430
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430 Briefer.

1502 Diser bischoff hatt geregiert 24jar, starb anno 1502, ligtbegraben zu Brunnendrutt 1 ).

Christophorus von Uottenheim, doctor in geystlichen rechten,ward von dem cappittel bischoff erwellet anno domini 1502,hatt regiert under Alexandro VI., Pio III., Julio II., Leone X. 5und Adriano, by zitten Maximiliani und Caroli V. , so an dasrych kam anno 1519, [und anno 1500 geboren].

Diser bischoff was ein gelerter, frommer, geystlicher undwyser herr, fridsam und by menglichem eines gütten exempels;volbrocht die bischofflichen ämpter eygner person vilmoln 10selber; hatt sich offt bemügt im geystlichen stand sines bis-tumbs gütt Ordnung und reformation ze machen 2 ), wellichsaber von wegen der zittleüffen und andern züfelligen sachenzu endlichem usztrag nitt mocht kummen.

1517 By disz bischoffs zitt siner regierung, anno 1517, hub an 16

doctor Martin Luther wider des bapsts und RhSmischen abloszze schriben, und in volgenden joren von dem gwalt des bapsts

1522 und der Rhomischen kilchen. Dornoch anno 1522 3 ) schütten erMartinus und sine anhenger das kind, wie man spricht, mittdem bad usz. 20

[Joannes Oecolampadius fieng diser zyt zu Basel erstmalan zu predigen zu sanct Martin wider päpstliche Satzungen, undwie dasselbig wider das clar und pur evangelium were 4 )].

1520 [Anno 1520 nament die von Basel dem bischoff das schlossz

Pfaffingen in; darusz eyn grosse widerwertigkeit entstund 5 )- 25Zuletst gaben die von Basel das schlossz wider, und verkaufftinen der bischoff dagegen das dorff Riechen umb 7000 gülden 6 ).]

7. Hb. nur: 16; C: 1519.1 13 Hb.: der leüffen zitt.

1) Vielmehr in Lützel; s. oben S. 152, und vgl. in T einen Zusatz vonspäterer Hand: Lyt se Lutzel im kor vergraben.

2) Vgl. oben S. 152.

3) In diesem Jahr trat Luther aus seiner Verborgenheit auf der Wart-burg wieder in die Oeffentlichkeit, und auch in Basel begann damals dieReformation sich zu regen; vgl. B. Chron. I 33 u. VI 111, A. 2.

4) Vgl. ebend. I 35 n. VI 111.

5) Vgl. ebend. I 24 u. VI 194, auch oben S. 153.

6) Diesen Verkauf bestätigte erst der in Bern durch die Eidgenossenvermittelte Vertrag vom 23. Juli 1522. Doch scheint Basel schon 1520 vonRiehen Besitz ergriffen zu haben. Der ursprüngliche Kaufpreis von 5000 Ol-wurde durch Uebereinkunft vom 8. Oct. 1522 auf 7000 Gl. erhöht, um da-mit die bisher der Stadt schuldige Pfandsumme auf dem Ertrag des bischöf-lichen biegeis auszugleichen; s. B. Urkb. IX No. 539 u. 543, ferner B. Chron.1 24, und vgl. oben S. 337, A 9