1417—1436. 421
Er was vilmoln uff sinem wyerhusz Froszneck genant, soer under Wartenburg dem schlosz, noch [by Muttentz und] byder strasz, uff sines vatters 1 ) erdrich gebuwen hatt; [darinn ermehrteils spaciert und syn wonung hatt] 2 ).5 Diser bischoff ward confirmiert 3 ), hatt aber nie messz ge-halten, hatt geregiert 20 jar 4 ). Zuletst übergab er das bistumbusz rath siner fründen [dem papst Martino V., und liesz darzükommen] herr Johansen von Fleckenstein anno 1423 8 ). 1423
[544] Joannes V. von Fleckenstein, apt zu Seltz Cluniaxer-
10 ordens, ward bestettiget durch Martinus V., mitt vorbehaltung
diser apty, so durch den bapst im auch vergönnet ward 6 ).
Diser hatt regiert auch under Eugenio IV., by zitten kunigs
Sigmunden.
Diser bischoff kam gehn Basel mitt 500 pferdten uff den16 29. tag may anno 1423'). _ «» M
By zitt dises bischoffs hüb an das concilium ze Basel anno1431 uff den ersten tag septembris 8 ), usz ansechen des bapsts 1431Eugenii und Sigiszmundi Rhomischen künigs 9 ), ep '
[545] Nochdem er löblich geregiert hatt drützehen jar und J 438
1. Hi.: Foszhneck; C: Froszneck. 7. Hb.: usz rathtt; C: usz raut.
1) Sein Vater war Ritter Konrad M., gen. Hape, der als Schwieger-sohn Heinrichs, des letzten Freiherrn von Löwenberg, dieses Geschlechtbeerbte, s. Merz III Taf. 2.
2) Ausser Beinheim a. a. O. vgl. ohen S. 146 u. 178.
3) S. ohen S. 420, A. 1.
4) Von 1403 his 1423 gezählt, statt von 1417; s. ebend. Im übrigenberuht dieser Abschnitt teils auf Beinheim S. 354, teils auf Blauenst. S. 124.
5 ) Vgl. Beinheim a. a. O. Ueber Hartmanns Tod und Grab s. oben«• 146, A. 9 u. S. 147.
6) S. oben Blauenst. S. 125.
7 ) S. ebend. — In d. Hs. folgt weiter aus Blauenst. dieses Bischofs*ehde mit Graf Diebold VIII. von Neuenburg, wobei Briefer blos zur 1425erfolgten Eroberung von Hericourt aus Seb. Münster S. 346 noch beigefügt:nen gent vil edler und unedler, fürtend sy gehn Basel. Dieser Irrtum mag? u * Verwechslung mit der spätem Einnahme von Hericourt vom Nov. 1474beruhen, wo Gefangene aus der dortigen Schlacht, worunter auch Edelleute,na ch Basel geführt wurden; s. B. Chron. II 148. Nach altern Berichtenerhielt jedoch 1425 die Besatzung freien Abzug; s. ebend. IV 38 und V!? 5 - — In C folgt noch die schon von Schnitt erwähnte Verpfändung derwschöflichen Siegelgebühren; s. oben S. 336.
. 8 ) Dieses Datum trägt nur die Urk., durch welche Basel allen Concilg-esuchern freies Geleit zusicherte. Die Eröffnung hingegen erfolgte schonara 23. J U H d , j . g B Urkb yl No 284, und Concil. Basil. II 9 u. 13.
, 9) In d. Hs. folet aus Blauenst. noch das Lob dieses Bischofs; s.ob en S. 127.