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7 (1915)
Seite
420
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420 Briefer.

(U17) dem cappittel zu einem bischoff erweit anno 1403 1 ); hatt ge-regieret under gedochten bäpsten Bonifacio IX. und sinem gegen-bapst Benedicto XIII., Innocentio VII. und Gregorio XII. undanderen bäpsten, so im concilio ze Constantz entsetzt, und er-wellet ward Martinus V., by zitten küng Ruttprechts und Sigis- &mundi, so an das rych kam anno 1410.

Er batt der statt Basel das vitzthum- und brottmeyster-ampt versetzt anno 1404 2 ).

Als diser bischoff ein betagter herr was, verordnet obge-dochter Martinus V. doctorem Cunradum Heliae von Lauffen ze toeinem bischoff ze Basel. Mitt demselbigen vertrüg sich diserbischoff, nitt on grossem kosten der stifft 3 ).

[Es was diser bischoff Hartman eyn alter frommer eyn-faltiger herr, nit sonders geschickt die kilch zu regieren. Desz-halb] zu letst wurdent disem bischoff zu behilff siner regierung 15züverordnet herr Thüring Münch von Münchenstein genantLeuwenberg, ertzpriester, und herr Hans von Flachszland 4 ).

Nochdem aber die stiff an zinsen gevellen und jerlichernutzung gantz abkummen, hielt diser bischoff einen schlechtenstand, mitt einem cappellanen, einem schüler, einem koch undeiner magt, in sinem hoff, nochmols deren von Hattstatt hoff, !0gegen sant Johans cappel über gelegen 6 ).

1) Auf dieser irrigen Jahrzahl beruhen auch die beigefügten Päpstesamt König Ruprecht. Hartmanns Wahl erfolgte jedoch erst 1417, nachseines Vorgängers Tod, und erst am 2. Sept. 1418 wurde er von Martin V.bestätigt; s. d. vorige Anm. und oben S. 124, A. 6.

2) Diese Verpfändung Humberts wurde schon von Schnitt irrtümlichbei Bischof Hartmann erwähnt; s. oben S. 335, A. 3. — In der Hs. folg 4hier gleichfalls an irriger Stelle die Gründung der Karthaus; s. oben A. 9-

3) Dieser Abschnitt stammt aus Blauenst, wobei einzig Konrad HelsGeburtsort, Laufen am Rheinfall, sich als Briefers Zutat erweist; s. obenS. 124.

4) Zu diesem und dem folgenden Abschnitt vgl. Beinheim in B. Chron.V 354, wo jedoch Anm. 9 zu streichen ist. Ueber Th. Münch s. ebend-Anm. 5, und über Hans v. Flachsland s. S. 353, A. 9.

5) Vgl. ebend. S. 354: in curia sua, quam habebat cum esset canoni-cus, quam postea Hatstat inhabitavit. — Gemeint ist der sog. Schürhol(jetzt Münsterplatz No. 19), welchen die Domherren Johann und Antonvon Hadstatt 1505 dem Domstift verkauften; s. die Urk. im St. Archiv,Domstift VIII 12. Gleichwie Hartmann Münch, so bewohnte auch Friedrichze Rin bis zu seinem Tode diesen Hof. Doch durch den 1458 vollendetenNeubau des Bischofshofes hinter dem Münster wurde er als Wohnung dj; rBischöfe entbehrlich; s. K. Stehlin in B. Festschrift v. 1901, S. 113. Erkonnte somit noch bei Lebzeiten Beinheims (t 1460) dem damaligen Er»-pnester Hans Adolf von Hadstatt verkauft werden, von welchem ihn späterdessen Neffen erbten; s. B. Chron. V 354, A. 10.