318 Schnitts Bischöfe.
Quellen zu finden wäre. Wohl aber ist sie die älteste nochvorhandene Handschrift, in welcher uns das alte, jedoch mehr-mals fortgesetzte Verzeichnis der Basler Bischöfe noch irgend-wie erhalten ist. Leider ist dessen ursprüngliche Gestalt durchSchnitts Easuren und Korrekturen, die nur selten das nichtige 5trafen, vielfach entstellt. Zugleich aber zeigen seine spätemZusätze, welche grossenteils auf Urkunden beruhen oder aufsolche hinweisen, wie sehr er bestrebt war, seinen mangel-haften Quellen gegenüber festen Boden zu gewinnen und da-durch einer bessern Kenntnis der Vergangenheit den Weg zu U>bahnen.
Ausgabe. In der vorliegenden Ausgabe, die auf einer durch Archiv-
schreiber Säuberlin gefertigten Abschrift beruht, unterscheidenwir vom alten Texte der Wappentafel Schnitts spätere Zusätzedurch eckige Klammern. Wo nun im alten Text ein Wort auf 15einer Rasur steht oder sonst korrigiert ist, bemerken wir esnur in der Variantenrubrik. Entstellungen hingegen, derenUrsprung in blossen Schreibfehlern zu vermuten ist l ), erwähnenwir gleichfalls unter den Varianten, während im Texte wir sieverbessern. Ebenso setzen wir die teilweise verschobenen Weih- 20bischöfe durchweg an ihre richtige Stelle 2 ), und die mit einem»circa« versehenen Jahrzahlen führen wir am Rande nicht an 3 ).Hinsichtlich der Rechtschreibung gilt für Schnitts Wappentafelwesentlich dasselbe, was schon früher zu seiner Chronik be-merkt wurde 4 ). 25
Aus der Chronik im Turnierbuch, die wir fortan mit Tbezeichnen, führen wir nur diejenigen Varianten an, welche inirgendwelcher Hinsicht bemerkenswert erscheinen können. DemText aber fügen wir aus dieser Handschrift einzig die wenigenHinweise auf Urkunden bei, welche nur in ihr sich finden B ), 3 °und solche geben wir gleich Schnitts eigenen Nachträgen inKlammern, jedoch zum Unterschied von jenen in Cursivschrifl-Die zahlreichen sonstigen Zusätze hingegen, welche diese Hand-schrift beim Vergleich mit Schnitt aufweist, finden sich mit Aus-nahme der oben erwähnten irrigen Bischöfe 6 ) durchweg schon 3»in der Compilation von 1550, deren Inhalt wir im Anschluss an
1) S. oben S. 311.
2) S. oben S. 313.■1) S. oben S. 311.
4) S. B. Chron. VI 108.
5) S. oben S. 310.
6) S. oben S. 317.