Da ruft er: hätten diese Steine Zungen!O, wäre treue Söge doch zu mirDurch die Jahrhunderte herabgeklungen,Die hingeschwunden an den Ufern, hier,Wo Römer und Germanen einst gerungen!Des Rheines Welle wechselt für und für,Der Völker Thun hat Zeichen hinterlassen,
Doch fehlt das Wort, um ihren Sinn zu fassen.
Und sieh! es tritt ein Greis ihm ernst entgegenDes Alters Bürde beugt das Haupt ihm nicht,Die Gabe, das Verborgne auszulegen,
Verkündiget sein Seher--Angesicht.
Er ahnet, was den Wandrer mag bewegen,Und freundlich nahet er sich ihm und spricht:«Komm, folge mir! Du sollst, was hier gewesen,«Bei mir in Bildern und in Steinen lesen.
.Denn, wisse! hat der Gallier gleich gewüthet,«In Staub getreten, was der Ehrfurcht werth;«Hat Barbarei und Stumpfsinn ausgebrütet,«Was schnell der Vorzeit Herrlichkeit zerstört:«Zch habe treu ihr Heiligthum gehütet,
«Erhalten, was dem Boden angehört,
«Und gastlich in des Hauses sichrer Stätte«Geborgen, was sich sonst verloren hätte.