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7 (1915)
Seite
301
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1526. 301

und muest iedfclicher paur geben 6 gülden, getheylt in 3 jähr 1 ).Und wasz der antreiber waren gesein, pfaffen und leyen in demland, flohendt ausz dem landt, und khamend ihren vil gehenBasel. Die paurschafft muest auch alle ihre gewer 2 ) gehen

5 Ensiszheim tragen. Und der rayssig zug lag in dem land, zueAltkhiirch und andern statten, und vogleten im landt undfiengendt vil der uffrüehrer, pfaö'en und leyhen, nach ettlichentagen disser rachtung. Und strichen vil wider in das landtund meinten, der sach wer vergessen. Die wurden gefangen

'o von den reysigen, und wurden auf karren und wfigen gefüehrtgehen Enszheimb; und wurdent der pfaffen vil gehenckt andie baüm, und ettlich gekhöpft 3 ).

[43] Anno vicesimo sexto.

Item in disem jähr nach ostern wurden hundert pferdt »««*15 gehen Rötelen gelegt 4 ); durch welche pferdt der margraff von P "Nidern Baden, der dozumal auf Rötelen gesessen was, vil uff-rüehrer liesz fahen und gehen Rötelin füehren. Von disenwurden 10 mit einander gericht husz vor dem schlosz. Es kamentauch etlich davon und wurden hard gestrofft an ihrem guet.20 Item darnach bald wurden aber 4 gericht mit dem schwort

Vor Rötenlein auf dem mettlin.

Item in disem jähr hat Ecolompad, der Clausz Bader 5 ),ein grossen miszbrauch angefangen wider christenliche Ord-nung, alsz ein leütbescheüsser zu sanct Martin, welcher ein25 grossen zuelauff hat uberkhommen, understund das ampt deröiesz ganz abzuthuen 0 ). Dann er hielt nit, dasz Christus were

3. IIa.: flagcnt ausz dorn lanüt. 10. 11s.: reysingon.

1) Vgl. Hartfcldcr S. 3G0 und ebenso Hans Stoltz S. 36, wonach 3 Gl.cu Monatsfrist und die übrigen 3 übers Jahr sollten bezahlt werden.

2) Ausgenommen das Seitengewehr; s. Hartfelder S. 359.

, . 3) Vgl. Hans Stoltz S. 36, Villinger Chron. S. 151 und Niki. Thoman^ Gl Baumann S. 124, sowie auch unten S. 303. — In der Hs. folgt liier' • 39—43 ein Lied vom Bauernkrieg, samt 2 Reimsprüchen; s. oben S. 242

4) Schon im Nov. 1525 streiften von Bötein aus Beisige in der Um-S^gend; s . Missivenb. A 29, Bl. 19» Ueber ähnliche Vorkehrungen desc Wabischen Bundes vgl. G. Knöringcrs Chron. v. Füssen, bei Baumann

5) Ueber diesen Spitznamen s. unten S. 305.

, G ) Früher zu St. Martin Vikar, war Oekolampad seit Februar 1525rt Pfarrer. Doch wurde erst im Frühjahr 1526 seine Stellung ökonomischrbessert und er zugleich vom Messelesen förmlich dispensiert; s. Herzogm «• 353, u. vgl. oben S. 276, A. 5.