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7 (1915)
Seite
243
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Einleitung. 243

Dieses Lied, dessen Dichter sich nicht nennt, muss nochgegen Ende 1525 oder anfangs 1526 entstanden sein. Dennvon der nun folgenden Fortsetzung der Chronik über letzteresJahr scheint der erste Teil schon im April geschrieben zu sein,

5 der zweite hingegen anfangs Juni. Denn mit der auf diesenMonat in Baden veranstalteten Disputation bricht die Chronikunversehens ab, ohne irgendwie über deren Verlauf oder ihrEndergebnis zu berichten 1 ). Es liegt daher die Vermutungsehr nahe, dass den Verfasser der Tod an der Fortsetzung seines

10 Werkes verhinderte.

Den Hauptinhalt der Chronik bildet für die Jahre 1521 iniaitund 1522 neben den innern Angelegenheiten Basels der Krieg Wür ™ gzwischen Karl V. und Franz I., namentlich um Mailand, so-dann für 1523 und 1524 die Anfänge der Keformation sowohl

15 in Zürich als in Basel. Ins Jahr 1525 hingegen fällt nebender Schlacht bei Pavia und dem Fortgang der Basler Refor-mation hauptsächlich der Bauernkrieg in Süddeutschland, samtden entsprechenden Basler Unruhen, worauf dann z. J. 1526neben den Nachwehen dieser Bewegung noch die Weiterent-

0 Wicklung der Basler Reformation bis zur Badener Disputationfolgt. Da unser Chronist von auswärts keine Briefe mitteilt^e z. B. Knebel, sondern offenbar nur erzählt, was er durchMündliche Mitteilungen in Basel erfahren konnte, so sind seineberichte über auswärtige Ereignisse meistens nur von geringem

- 5 Wert. Eine Ausnahme bildet jedoch bei den Mailänderkriegendie Schlacht bei Bicocca, von der ihm jedenfalls dabeigewesene^a,sler berichteten. Und ebenso verdient auch beim Bauern-kriege Beachtung, was er hierüber aus Basels Nachbarschaft,Uatnlich aus dem Sundgau und aus der Herrschaft Röteln er-z anlt. Noch wertvoller jedoch sind seine Aufzeichnungen, so-weit sie die innern Vorgänge in Basel betreffen, so zunächstüber die Verfassungsänderung von 1521 und über die durchdea fremden Solddienst und die Pensionen entstandenen Par-

8s r^gen, vor allem aber über das allmähliche Wachsen der Re-

0 jormationsbewegung und über die mit dem Bauernkrieg ver-knüpften Unruhen vom Mai 1525. Dabei ist allerdings derentschieden altgläubige Standpunkt unsres Chronisten in Be-dacht zu ziehen, der ihn zum leidenschaftlichen Gegner aller

, *) Deshalb der oben S. 239 erwähnte Eintrag von späterer Hand aufer ktfcten Seite, als teilweiser Ersatz für diesen Mangel.

Mangel.

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