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7 (1915)
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164 Ursi.

bezog 1 ). Auch ernannte ihn schon 1476 Herzog Sigismund vonOestreich zu seinem Kat und Diener 2 ).

Schon im Januar 1475 übergab Ursi in Basel vor dembischöflichen Hofgericht verschiedene Zinse und sonstige Gut-haben an seine Schwiegermutter Ursula Goldschmidin von Frei- 5bürg i. B. 3 ), und dieses lässt vermuten, dass er kurz vorherseine Frau verloren habe. Denn bald nachher, noch vor 1478,schloss er eine neue Ehe mit Verena, der Tochter des sehrbegüterten Hans Schmid von Ottmarsheim. Als nun dieser imletztgenannten Jahre von Wilhelm von Rappoltstein, dem öst- 10reichischen Landvogt zu Ensisheim, unter nichtigem Vorwandgefangen gehalten wurde, um von ihm Geld zu erpressen, daverwendete sich Ursi für ihn bei Herzog Sigismund, so dassjener zu Schmids Freilassung genötigt wurde. Kaum war jedochder Herzog aus dem Elsass wieder nach Innsbruck gezogen, isso benützte der Landvogt den nächsten Anlass, um sich anUrsi zu rächen. Als nämlich dieser am 22. Juli 1478 aus Baselzum Herzog reiten wollte, da wurde er schon in der Hardt,beim Pauliner Kloster zum Roten Hause, von des LandvogtsDienern überfallen, welche den Auftrag hatten, ihn entweder 20fortzuschleppen oder zu ermorden. Mit genauer Not entkamer jedoch in den Wald und von dort nach Muttenz, indesssein mit Gepäck beladenes Saumross den Räubern als Beuteblieb 4 ). Zwei Jahre später, 1480, kaufte er gemeinsam mitseinem Schwiegervater, der erst 1491 das Basler Bürgerrecht 25erwarb 5 ), um 136 Gl. das äussere Weiherhaus Gundoldingen 6 ),und 1484 kaufte er für sich das Haus zum Schlegel an derFreien Strasse 7 ).

Als gelehrter Jurist stand Ursi in Basel bald in hohemAnsehen, und so wurde er schon 1476 vom Rat z. B. um ein soGutachten über das Erbrecht der Bettelorden ersucht 8 ). Nochwichtigere Dienste jedoch leistete er, als 1482 das Auftretendes Bischofs Andreas von Krain die Stadt in einen Streit mitdem päpstlichen Stuhl verwickelte. Durch eine Rede, die eram 31. Oct. d. J. vor der versammelten Geistlichkeit hielt, be-36

1) S. Stadthaushalt Basels II 410.

2) S. B. Chron. II 334 und III 155 u. 187.

3) S. Gerichtsarchiv, A. A. 18, Bl. 40.

4) S. B. Chron. III 191.

5) S. Erkanntnissb. I 112.

6) S. Fertigungsb. X 491.

7) S. Histor. Grundbuch, Freie Strasse No.

8) S. Ochs, Gesch. Basels V 35.