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7 (1915)
Seite
103
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Einleitung. 103

als auch sein Todesjahr 1365 1 ), und nur zu letzterm stimmtauch der aus Gobelinus beigefügte Papst Urban V. samt KaiserKarl IV.

Wie vom genannten Bischof, so fand unser Chronist auch6 von dessen Nachfolger Johann von Vienne das Todesjahr 1382im noch vorhandenen Jahrzeitbuch 2 ) und fügte Papst und Kaiseraus Gobelinus bei. Von irgendwelchen Tugenden dieses Bi-schofs jedoch, wie dessen Vorgänger sie hatte, weiss er nichtszu berichten — umso mehr aber von den unheilvollen Kriegen,

10 die derselbe führte, und von den beträchtlichen Gebietsver-pfändungen, zu welchen ihn die daraus entstandene Geldnotzwang. Ebenso erzählt er von Imer von Ramstein nur dessenStreit mit dem Gegenbischof Wernher Schaler, welcher weitereVerpfändungen zur Folge hatte, und dasselbe gilt auch von

15 Humbert von Neuenburg, dessen ausschliesslich kriegerischenSinn er hervorhebt.

Da über diese Nachfolger Johanns von Vienne das Jahr-zeitbuch schweigt, so gibt Blauenstein zu keinem derselbeneine Jahrzahl, sondern erst zu Hartmann Münch, welcher 1418

20 auf Humbert von Neuenburg folgte. Mochte er nun all diegenauen Pfandsummen, die er bei diesen Bischöfen angibt,v on gut unterrichteter Seite schon früher erfahren und sichschriftlich bemerkt haben, so genügte für alles sonstige, waser von ihnen berichtet, die mündliche Überlieferung. Die

- 5 mit 1418 beginnende Kegierung Hartmann Münchs aber fälltbereits in Blauensteins eigene Lebenszeit, und noch wenigerbrauchte er schriftliche Quellen über Johann von Fleckensteinu nd seine Nachfolger, als deren erwachsener Zeitgenosse er1475 seine Chronik schrieb.

3 " Da Blauenstein für die Bischöfe der älteren Zeit einzig auf Würdigung.

das Verzeichnis im Jahrzeitbuch angewiesen war, so kann esnicht befremden, wenn der diesbezügliche Teil seines Werkesr echt dürftig erscheint. Immerhin ist er der erste, der es über-haupt versuchte, die Geschichte der Basler Bischöfe von ihren

35 ersten Anfängen an zu beschreiben, und ohne ihn wäre jenesalte Verzeichnis aus dem Jahrzeitbuch für uns verloren. Fürdie spätere Zeit aber, von Bischof Johann von Vienne an, bil-det sein Werk ein würdiges Seitenstück zur Bischofschronikseines etwas älteren Zeitgenossen Heinrich von Beinheim, indem

1) S. Tronillat IV No. 99.

2) S. ebend. No. 195.