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7 (1915)
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Einleitung. 5

diesem alten Geschlecht, das erst im XVI. Jahrhundert erlosch 1 ),waren die zwei Verfasser der vorliegenden Aufzeichnungen in,keiner Weise verwandt. Denn der ältere von beiden, HeinrichIselin, war gebürtig von Rosenfeld in Württemberg und kam,

5 wie er selber schreibt, erst 1364 nach Basel 2 ), wo er allerdingsin der Folge der Stammvater eines noch heute blühenden Ge-schlechts wurde 3 ). Ausser dem Wenigen, was er selber über seineFamilie berichtet, wissen wir von ihm nur, dass er ein Haus »an der Freien Strasse besass, welches er nach seinem Geburts-

io ort >zum llosenfeld« nannte 1 ). Aus seinen Aufzeichnungen er-gibt sich, dass er um 1379 im Dienst der Frau Clara ze Rinstund; doch wissen wir nicht, in welcher Eigenschaft. Bald nach-her aber scheint er in den Dienst Bischof Johanns von Viennegetreten zu sein, da dieser bei Anlass einer Kindstaufe vom April

i"> 1382 sich gegen ihn sehr freigebig erwies 5 ). Weiter jedocherfahren wir nur durch seinen Sohn Konrad noch seinen 1404erfolgten Tod.

Dieser sein 1377 geborner Sohn, der des Vaters Aufzeich-nungen bis 1425 fortsetzte, stund laut eigner Aussage schon

20 1395 im Dienst des Rats. Und in der Tat erscheint in den Jahr-rechnungen von 13901396 »der kleine Cünrad« als Gehilfe desStadtschreibers 6 ). Doch erst 1403, durch seine Teilnahme amKriegszug gegen Geniar, erlangte er das unentgeltliche Bürger-recht und war fortan zünftig zum Safran 7 ). Schon 1404 wurde

2r> er »Mühlenschreiber«, der das Korn- oder Mühlenungelt ein-zusammeln hatte, und später, von 1414 an, erscheint er alsKaufhausschreiber 8 ), welches Amt er vermutlich bis zu seinem1436 erfolgten Tode versah 9 ).

Obschon die Aufzeichnungen dieser beiden Iselin sich bei-

30 nah ausschließlich auf Heiraten, Geburten und Todesfälle inder eigenen Familie beschränken, so erscheinen sie immerhinz. B. schon durch die jeweilige Nennung der als Taufpathenerbetenen Personen wenigstens kulturgeschichtlich einiger Be-achtung wert. Eine Ausgabe derselben ist allerdings bereits

1) S. Wurstigen, Basler Chron. S. 435.

2) S. unten S. 7.

3) Ueber diese Familie s. das oben in Anm. 2 S. 4 angeführte Werkvon F. Weiss.

4) S. im St. Archiv Histor. Grundbuch, Freie Strasse No. 40.

5) S. unten S. 8.

6) S. Stadthaushalt Basels II 50 ff., auch unten S. 8.

7) S. im St. Archiv Kotes Buch S. 314, auch Schönberg S. 530.

8) S. Stadthaushalt II 90 ff. u. 124ff.

9) S. Wurstisen S. 572.