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Der Handel : Geldverkehr, Buchhaltung, Briefwechsel, Waarenverkehr und Versicherungswesen ; Verdeutschung der entbehrlichen Fremdwörter der Handelssprache
Entstehung
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reien, um Anregung znm richtigen, sachgemäßen Denken imZusammenhange mit dem richtigen, treffenden Ausdrucke.

Auf allen diesen Gebieten werden vaterländisch gesinnteMänner uud Frauen sich eiumüthig die Hand reichen.

Mit nicht minderem Nachdrucke aber muß die hauptsächlichsteKlippe vermieden werden, an der nnsere Bestrebnngen ganzsicher scheitern würden: die blinde Reiniguugswuth, die unver-nünftige Übertreibung, die alte verblendete Deutschthümelei.Wir wollen keineswegs die Fremdwörter mit Stumpf und Stielausrotten, denn das wäre ein ganz thörichtes Beginnen, dasuns schwere geistige Fesseln auferlegen und uns mit Recht derLächerlichkeit preisgeben müßte. Wir wollen mit Vernunft undMaß, aber auch mit Thatkraft und Beharrlichkeit vorgehen.Vornehmlich wollen wir jeuer Fluth lateinischer uud noch mehrfranzösischer Ausdrücke einen Damm entgegensetzen, mit der wirsprachlich überschwemmt sind. Wir huldigen dabei dem Grundsätze:

»Kein Fremdwort für das, was deutsch gutausgedrückt werden kann!«

Möchte doch jeder deutsche Mann nnd jede deutsche Frau,und jeder deutsche Knabe und jedes deutsche Mädchen es vollnnd tief im Herzen empfinden, welche Schande es ist, immerdie wälschen Mischwörter im Mnnde zu führen, wo doch derSchatz unserer unermeßlich reichen Sprache in Hülle und Füllegiebt uud wiederum giebt. Möchte jeder Deutsche das Worteines seltenen Mannes tief in die Seele sich schreiben, welchesdieser vor mehr als zwei Jahrhunderten mitten im tiefstenElende des deutschen Volkes sprach, jenes Wort, welches dergroße Kurfürst, Friedrich Wilhelm von Brandenburg, in einemöffentlichen Anfruse an die deutsche Nation und jedes einzelneGlied derselben im Jahre 16ö6 richtete

»Gedenke, daß du ein Deutscher bist!«

Möchte Jeder dessen eingedenk sein, eingedenk sein, daß erein Deutscher ist, nicht bloß nach den verfassungsmäßigen Pflichtenuud Rechten, die er hat, nicht bloß mit Fleisch uud Bein, son-dern anch von ganzer Seele mit Allem, was er empfindet unddenkt, was er thut und spricht.

Gedenke auch, wenn du die deutsche Sprachesprichst, daß du ein Deutscher bist!

Wir forderu nun hierdurch alle Freunde der guten Sachein allen deutscheu Landen anf, sich unsern Bestrebungen anzu-schließen und als Mitglieder in den allgemeinen deut-schen Sprachverein einzutreten. Abzüge dieses Auf-rufes und der Satzungen, sowie einzelne Nummern der Vereins-