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Kunst'Büchlein für eine Haus.Mutter.
(weil sie viel Winde machen wurde) sondern ein weniggekocht reichen/ den Kindern wird sie am sichersten ge-braucht / weils ihnen auch wegen der süssen Lieblichkeitam besten einzubringen/und sie härtere und bittere Ar-tzeneyen übel vertragen können/ doch bey hitzigen Na-turen/ KranckheitenundJahrs-Zeiten muß man ge-warsam damit umgehen / wenn sich die Manna leicht-lich entzündet und vergället wird / daher solche mir et-was säueriichten/ als mir Tamarinden zu vermischen.I). Xiansgenz hat sein Laxier-Träncklein also vorge-schrieben. Kecip. mann, ei, ij. vrzckm. lolvawr inacz. font. vel äecoÄc» pzüul. Claris. iüj. zclcl.(.remor. 1'artari, i. Zcrupl. vel ij. 8crupl. junäilmcum ovi »lbumine clsrilicentur, luper z^clenclo scz.Cinsm^ opt. ij- vel oleossccksri citri ex rec.
cokt. parat. 5. sä ßrztum szporem.
I2i. Sena.
Die Sena ist neben dtm volig-n/ fast diegemeintstePurgir^Artzney / wächset vunmchr auch in Jlaliaund Frankreich/ und inden Bärten unsers Teulschlandes/muß aber vor dem Majo (we-gen des kalten Vewitters) nickt gcpflantzt/ und im H.rbst ftühe eingefammlet werden / dc ch ist die Egyplische und Alcxandi inische ambesten. Etliche zwar nehmen die Lchötleio / die meisten aber ge>brauchen sich der Blätter/ md vielleicht a chc^m sichersten / ist derCoiutea und süssem Hole etwas ähnlich / hat geringe runde Stän>gelwieMtliloi/ anderthalbSchuhe hoch/dieBlällcin d-sOrien«talt>chen sind langlecht/ spitzig und grünitckt/ tis Welschen aberkürtzer und runder/ sind ?. oder g. an einem Gliel / di. Blumen sindGoldgeel mitPurpur.sarl'cnAedtrlein lurchtvgtN/ derSa m«nistinkrumgebognenSchLtlein schwartzfärbig/schier wi« dieWeimkörnlein/ aber breiter/ die Wurtz I ist zart und schwach, ist warm imandern/ und trockn im ersten ^rad/ purgirt die wässerig« Feuch-tigkeit/ Gall und Schleim / führet sie au« r°om Haupt/L'.b-rundMütz/ man muß sie aber nicht zu starck auspressen/ sorst^nmachensi« Grimen / darum sie meistentheils mit einem Zusatz/ a!S Jngber /Zimmetrinde/ Spica/ Anis oder Fenchel gebraucht werden/es wird
zeitigen Trauben ausgepreisten Saffr ein Pfund/ manmuß aber denSafft in keinMetall/es sey was es wolle/auspressen / sondern nur in ein erdene oder böltzerneSchüssel. Dann nehme man auch ein Pfund Rosen-wasser/diese 4. Stuck in einen neuen indenen Hasen ei-ne Stund gekocht/ und nicht gerührt/nur mir einer höl-tzernen Spachtel den Schaum herab genommen / undwann mans vom Feuer thut / wieder gar sauber abge-schäumt/ und kalt lassen werden / denn Sruckwciß miteinen inden oder höltzern Geschir: (und nicht mir eini-gem Metall) heraus genommen/ auf ein saubers Tuchgedruckt/und in einem höltzernen oder ind.enenGeschir^aufgehoben. Man nniß es gar mit keinen Metall an-rühren/wird sonst verdorben. Diese Pomada ist garheilsam / wann man etwan fällt / oder sich stösset / auchgar zu frischen offenen Schaden/ zum Mund und Hän-den/wann sie erwan von Kälten/oder sonst aufgesprun-gen sind/macht auch glatte und linde Hände. Zu denHanden aber/ sie sonderlich im Winter gut zu erhalten/ist folgende noch besser. Erstlich/nimm eines Eyes groß^irsch-Marck/ u;w halb so viel schönen Venedischcnerpentin / der aufs säuberste gewaschen ist/ alsdannnimm zu dem Terpentin von einem Ey das klar/ rührsso lang bis ein Schüssel voll wird mir dem Feim / als-dann laß das Marck kühl zergeben/ gieß es auf ein Ro-senwesser/ undwascb es gar sauber/ alsdann nimmsvom Wasser/ und laß es wiederzergeben/und schütteden Terpentin mit dem Eyerklar binein/ und rübr<gar wol und lang/ bis die Salben schön und weißwird / thu ein wenig geschabnen Gafier daran / so istsfertig. !
124. porcellana»
DieMateria vder Erde/ daraus die scheuen Geschirsvder
«ich ein purginnder Syrup / wie auch «in Wein davonpr-parirl/ Porcellanen verfertigt sind/ ist nichtvon Eyerschalcn^Muscheln und
subtilen SchneckemHäuslein/ wie viel Alle geglaubt haben/sondernwieJoh. Neuhof in seiner Sinesischcn Historia schreibet/ einesub»tile / zarte/ magere / weißlecht» Erde/ die erst mir Wasser gemengt/gcweichet/ geknettet / zu vierecklen Glücken gemacht/ mit d«sKay>serSWappen gezeichnet/ wiat ohngcsehr ein Stück 4, Pfund/ diewerden von Hojccheu einer Stadt nach den Flecken Unci« ujen / wo
der zu vielen Gebrechen dienlich ist. Von Sen- s Blättern sollüb«r einQuiatiein nicht genommen /abermitZusatz mehr genossenwerden/ mit Hüner-Brüh, ein halbes Loth genutzt/ laxiretessanfftiglich / reinigt das Geblüt / und erfreuet das Hertz- DasLaxier Wasser wird auch davon gemacht/nimmLothGenet Blät.ter; klaub ks s über vvnall.m Wust und Glängeln / wasch es sau«
ber/ thuesMit Nägelein und einer Jngber^Zeben klein zer. si« gemacht werden/gebracht / und daselbst werden die schönen Por.schnitten/auch F'nchel und AniS/,edes ein halb Mb/ in einen Hasen > «ggnen G-schir! verfertigt/hernach mit mancherley Thieren/ Blu>mit Wass-r und Wem/ nach Gelegenhett derKrancken/ seihe cs > Figuren und Bäumen künstlich mit Indigo gemahlet/ siedu cheinDichin einen kliinenHafen/thuetwanZuckerdanin/glb müssen vorhin «tneZeitlang im Wind und an der Sonnen getrock«demKrancken/wanNtrwill Abends schlaffen gehen/auch Morgens ^ »et/hernach erst in Ofen gethan/ derselbe fest zugemacht/ uadvorein zimliches Trüncklein davon/ zuvor gewarmet / und laß Lufft verwahret/und 1 s. Tage lang starck eingeheitzt/ und nochihn frühe,. oder 4-Siund« darauf fasten / d.ß di. nec Jungen und ^zgg^ varbber abgekühlt / und in Gegenwart eines KayserlichenAlten / >st auch gut den Kindbetterinnen / doch ohneZilcter / thu ein Befehlhabers herausgenommen / der das st« Theil davon für denwenig gestossmRhabarbara darunter/so wirckr«s desto besser. -- 2 .
^22» Rhabarbarum.
Kommt aus China und Jndia nach Venedig und Holand/ hatviel Spannenlange Blätter / etwas häricht und V:y«l»farbeBlümlein/ di« Wurtzen ist »oder;. Zwerch Hände lang/wann si«vollkommen, ist si« eines Echenckels dick / den zähen Schleim unddie gelb« Gall purgtrt si« lind/ curirt Ue Leber und Geelsucht/werden gut« Trochisci und Pillulen daraus g-macht / wird auch inderRukr gebraucht also: Nimm ein Stuck Rhabarbara / legsauf»ineh«iss«Herdstatt/ laß um undiim Kohlen l>gen/doch also/daßsi« nicht anrühren / auch oben auf/ und wann si« gleich «in w«nigschwartzwird / schad«t «s doch nicht/ man kans schon abschaben /ind«r Ruhr gib ein Outntlein auf «inmal «in / «s ist auch gut / wannman« in ein Seite! Geiß. Milch «Hut, und ein Brocken Bock, Un«
Kayser herausnimmt / und da« Übrig« allenthalben in Sina undder gantzen Welt vtrkaufft wird. Si« halt«n dafür / das Lustrumdi«ser Erden komm« vom Temperament des Wass«rS h«r/ mauzerstosset auch das zerbrochene Porc«llan zn Pulver / und machetneue Gcschin daraus / werden doch nicht so schön als di« aus neuerErdtN kommen. Luicio ?eiicirollu» Iit>, i. in novi, keperli» ric. I.schrtibet: Wann etwas Gifftig«s iu di«s« Geschin gegossen werde/sollen si« alsobald zerspringen / oder mit schneller sonst ungewöhn»lich«r Auftrübung verrathen.
12s. Mahl aus dem rveissenZeuge
»u bringen.
Mach ein« scharffe KalchsMug«/ laß si«sitd«n/ gi«ß«s a?sositdend in «in zinnerne Kandel oder Flafch«n/ reib die Mahl mitLemoni - Gafft / und halt« si« an di« h«iss« Kandel / rcibs fortmit Le<
schlitt darzu legt/ undtrinckt es fein warm aus.
12?. Eine ame und heilsame pomada/von Ihr "!Ä'Safft an der heissen Kandel / gehts einmal nichtauS/ so thu
x>ur<ZiIeuchl prtncesse Ederharvlne von üVürtenberg
Man nebme ein Pfund neu ungewaschenen But-ter / gelbes Wachs ein Vierding/ von schwachen wol-
es wird es eher ausziehen.
Erstes