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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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833
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Zwölftes Buch / Hol^und Weidwerck.

U. Theil.

allzeit zchen Mäschen/und macht siean ein bkinernRWg!el/und fassls an dieAnfpann. Schnur/Hernach wiederzehen Niaschen / und also fort biß alles eingefasst ist»Wann der Vollmond ist / so wird man nichts fangen/aber wol im Neumonden.

Die Netze soll man also gegen dem Wind richten/wo er mehrentheils herzugehen pfleget/dann der Nach-wind verwirret ihnen die Federn/ also soll man sie (wo-fern nicht gar stilles Wetter/ welches am besten) nach-dem Gegenwind treiben / dann diß ihr orämsn-Klug/nachdem lassen sie sich am liebsten treiben.

Wann nun die Netze gegen Abend/ die allerseits et-wan eincElen/oder nicht so weitvon derErden hangen/und sonst gegen dem Boden und beeden Seiten gantzfrey schweben / wie es seyn soll/ recht ausgebreitet/ undoben an der Archen mit den Ringeln gantz auseinandergezogen sind/auch nun der Abcndstern erhellet/so fangtman erstlich etliche hundert Schritt zu Roß und FußdieLeute mit demJagtstrick auszutheilen/die gehen erst-lich Fuß für Fuß fort/ damit die Lerchen nur sachte auf-stehen/ und auf z o. mehr oder wenigerSchritt sich wiesder niedersetzen/ und also treibt man sie offt gemächlichauf/ biß sie ohngefehr ein viertzig/ fünfftzig Schritt vorden Klebgarnlein sich gelägert haben/dann geht manstärcker/undlaufft endlich gar auf sie/so schiessen sie/vonFurcht und derNacht geblendet/mit Haussen in dieGarnlein/ daß man/wo es einen guten Strich hat/etli-che hundert auf einmal sänget, sie verhälsstern sich sohart/ daß sie übel auszulosen sind/ daher ists am besten/sie im Netzen erwürgt/ und mit samt den Netzen nachHause gebracht. Wann man die Füsse nur recht aus-ledigen kan/ so geht der Leib schön hernach / bißweilenkommen auch Wachteln / Rebhüner und Schnepssenhinein/es machen aber die 2 letzte einen grossetMß/undl wo man nicht bald darzu kommt/reissen sie sich gar loß.

^ * Nrr rr ij Wann"

Netze eilffstarcke Gabeln haben müssen. Die Gabelnoder Stäbe müssen doch nicht gar zu plump seyn/ sindam besten von Tännen-Holtz/je leichter/ je besser/ dochdaß sie nicht so gefchwanck sind/ daß siesich biegen.

Wann man so viel Netze hat/werden zwey oder dreyZeilen gemacht / etwan 20. oder mehr Schritt hinter-einander / damit die Lerche / so sich über das erste Netzegeschwungen/ wann sie/ wie sie pflegen/ sich wieder sen-cket / etwan in dem andern oder dritten Netze sich ver-halsstere. Unterdessen muß man viel junge Bursch ha-ben/die einen langen Strick in Handen halten/ und.aus den Zwerch»und weit-entlegenen Feldern / so viel' möglich/ die Lerchen in den rechten Trieb bringen.

Es ist gut/wann einer/ der es verstehet/dabey sich be-finde/ der einen Jager>Ruff oder Hörnlein habe / aucheine gvte HalSuhr/die Treib-Zeit desto besser zu treffen/dann .vann es zu frühe oder zu spar geschiehet/ so bege-ben sie sich zurück / oder fliegen in die Höhe/ und ist alleMuhe umsonst/ und der angewandte Unkosten gäntz-lich verlohren / s» offt der Jäger einen Stoß in dasHorn gibt / so halten die Treiber still / wann er wiedereinenStoß thut/so treiben sie wieder fort/biß er sie wie-der still zu halten mit einem Stoß anmahnet / wannaber die rechte Treib-Zeit kommet / und ein doppelterStoß m das Jäger-Hörnlein gegeben wird / so dannwerden die Stricke schmäler gezogen / und die Treiberfangen an zu zischen; so fangen und verschlagen sich dieLerchen desto eher / wann zween zu Pferde die Strickeziehen/ so muß man einen Stoß geben, daß sie vor demKlebgärnlein still halten/ sonst reißen sie das Netz über-inen Haussen/derwegen soll man vor alles aufbeedenSeiten am Ende das Netze einer halben Klaffter hochPfal hinein schlagen / so bleiben die Strick daran han-gen/ mercken auch die zu Pferde dabey/ daß sie still hal-ten müssen. Wann man die Netz anfasset/zehlt man