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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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Des Adelichen Land - und Feld -Lebens

I

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dcmGetrayd in der Sommerhitz guten Schatten ha-- und gleichsam darmit gedüngt tv?rj)e; solches Holtzbe/auch die Feuchten vonöen Stoppeln länger behalte/ wächset viel geschwinder auf.

III.

Wie die Wälder auszubringen und zu haiden.

Ann nun die jungen Baumlein groß genugausgewachsen / daß man sie weiter versetzenwill/wo sie ihren verbleiblichen Stand habensollen; wann der Staunn ohngefehrlich so dick als einePicquen worden ist / dann grösser sollen sie nicht seyn/schadet aber nichts/wann sie gleich schmäler und dünnerseynd: dieEychpsiantzlem müssen bescheidentlich ausge-graben werden / daß die Hauptwurtzel nicht verfthretwerde/und wo etwas daran verletzt oder zerbrochen-!re/muß solches glatt abgeschnitten seyn/ists möglich/soll!man sie zeichnen/wie sie vorhin gegen Aus- oder Nieder-"Sang gestanden/und sie also wieder einsetzen; es muß imMartio um Georgi/ oder um Lamberti und Michaelijm Herbst/im abnehmenden Monden geschehen / imStier und Wassermann. Erchenund Buchen hauet ^man oben wolab/lässet sieüber z. oder s.Fuß nicht lang/doch die Buchen länger als die Eychen/ man lässet gernbey dem Stammen die grössesten Aeste und Zweige dar-an/und man beHaut sie gemeiniglich also / damit solchesbeschädigte gegen Mitlernacht komme/ damit die Son-nenicht stracksdarauffalle. In sandichten Orten muß-man tiesserpsiantzen und setzen/ als wo gutes fettes Erd-reich ist; der Baum soll nach Gelegenheit der Stamm--wurtzcl hinein gesetzt werden/ und allezeit w der Erdenstehen von der Wurtzel an / einen Fuß oder anderthalb?liess / mit der Rinden / und soll ein wenig gutes Erdreichdarzu geschüttet werden; soll auch dennoch das Loch ei-nen Fuß oder anderthalb / unausgeschüttet bleiben / da-mit die Feuchtigkeit möge darein kommen.

Rühmlich ist / wasHen «ckouei in seinem l'rsSstu«je tinzularikus Kc anticzuis in (Zermania ^uribu» §, 8.

schreibt / daß in der Fürstlichen BraunschweigischenLands-Ordnung knie, z? besohlen sey / daß ein jederAckersmann jährlich müsse vier Eychene und vier Bu-! chene Stämme; ein Käter oder Hintersaß aber (wird! ein Häußler seyn ) einen Eychemn und Buchenen^ Stamm/ an Orten/so ihnen angewiesen/ mit beständi-' genWurtzeln pfiantzenund mitDornen verbinden/auchjeder das Seinige/so er gcpflantzt hat/ wol in acht neh-men / und was nicht bekleidet / wieder mit andern erse-tzen / bey Straff Groschen für jeden Stamm / dernicht gesetzt wird.

Die Löcher / darein man die Baume versehen will/soll man den Winter vorher schier zwo Elen-weit / undzwo Elen tjess ausgraben. Es müssen auch andere star-cke Stecken bey den Eychen gesetzet seyn / daß man siedaran binde/ damit sie desto eher einwurtzeln/ und sie derWind nicht krümme oder verderbe.

Die Eychen-Bäume und Buchen muß man aus-schneiten im Martio/so wachsen siedesto höher. Anderevermeynen/wann sie in Erden/nach Gelegenheit derWurtzel/ zween Schuhe-tieff gesetzet werden / so sey esliess genug; wann man die Gruben macht/ soll man dieerste beste Trag-Erden aus eine Seiten allem thun/ unddie andere sandichte/ laimichte und schlechte Erden auchallein / und die beste um di« Wurtzel / die geringere aber

obenauf anschütten. Jm Setzen muß man dieWur»Heln fein ausziehen / und sollen so wol Buchen / alsLy,chen/ eine halbe Elen-Hoch über der Erden ausgeschnei-tet sepn / so wachsen sie desto gerader und schnellerauf.

D-e Bircken kan man umsetzen im Herbst und Mer-tzen/ sind aber länger als Manns- lang / muß man odmden Gipssel abhauen / die kleiner sind als eineElen / odereiner und anderthalb Elen-lang/die setzet man Schicht-weise/und je dichter/je besser/ein Fuß oder vier vonein-ander/stehen gern auf sandichten Aeckern; man soll sieim alten Monden umsetzen. Alle Bäume/die man ver-setzen will/sollen zum wenigsten zwey oder drey Jahr altseyn/sollgeschehen Nachmittägigen den Abend / undwann es nicht regnet. Etliche wollen/ wann sie gesetztsind/soll man sie nicht eher beschneiden/biß sie drey Jahrgestanden / hernach mag man alle Bastarden abscynei- sden / und alle Uberfiüssigkeit hinweg nehmen / auch alleswas dür: ist/das soll man gegen demFrühling thun/weildie Bäume noch im Safft sind / denn sie heilen also viellieber zusammen/die Wasserzweige/ und was unten beyder Wurtzel ausfchlägt/ muß man allezeit abraumen/und alles Gras und Kraut / was nahend am Baumund um die Wurtzel wachset/ausjetten. Vom Linden/Erlen / Bircken / Wachhöldern / kan man die Neben»schösse wolmit etwas weniges von der Wurtzel wtgneh,wen / und ferner versetzen.

Wann man die Wahl und die Gelegenheit hat/einenneuen Wald zu setzen/ soll man ihn/wo es seyn kan/auseinem guten Grunde/von,Hauße etwas/doch nicht allzuweit entfernet/gegen Mtternacht/ansiellen/derOrt seysonst gleich flach oder bergigt; die Gattung der Bau-me/die man zupflantzen pflegt/sind Eychen/Kesten/Rüstbäume / Ahorn / Eschenbaum / Buchen/ Föhren /Tannen/ Fiechten/Küen-Föhren/Linden/ darnach auchHaselnüsse / Eschritzen/Arlesbeer/ Vogelbeer / Holun-der/Kranwethen/ und dergleichen wilde Bäume: mankan auch wol Aepssel /Birnen / Kirschen / Pflaumen /Kriechen/Schlehen / Weinscherling und dergleichenGattungen darunter mengen / weil das Gewild dar-durch angelocket wird / auch das Geflügel seinen Zuggerne dahin nimmt.

Der Forst wird in Brennholtz undBauholtz einge-theilet / wo das Bauholtz enge beysammen siehet/ da er-langern sich die Stämme darum / weil sie derSonnen-Einfluß zu gemessen / sich in die Höhe begeben müssen;hingegen die Trag - Eychen und Buchbaume / weil sie. sich weit ausbreiten/müssen grössern Platz haben / doch> stchen die Trag Eychen besser bey den Wiesen/ und aus! den Engern/als im Forst/weil sie anderer neben sichstehender Bäume Wachsthum verhindern.

Wenn man die Baum-Sorten/jede Art besonders/zusammen pflantztt/ Wachsens oesto lieber / wa'.'n diegrossen Baume fünss oder sechs Schuhe - weh vonein«ander stehen/haben sie Platz genug/ sonderlich Tannen/Föhren und Fiechten. Wann die WMillg eines kleinen

Arms

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