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ne»; dann wir sonst alle Speise rohe/wie die wildenThier / essen / «der im Winter bey grimmiger Kälte er-frieren wüsten / hätten wir nicht Holtz/ daraus manKohlen machte/woher wolten wir Glas ckachen/Kalchund Ziegel brennen/allerley Nothdurffren und Hauß-rath aus E'sen und andern Metallen schmieden ? Wowolten nur Wohnungen und Häuser nehmen ? Dannobwol solche aus Srcinen und Laun möchten verferti-get seyn/ müssen sie doch nur niedrig und wie Holenseyn / wann wir kein Holtz zu den Gerüsten / die Mau»ren in die Höh« zu bringen / keine Schindeln zu denDächern / keine Laden zu den Thüren und Thoren, kei-ne Bäume zu den Balcken und Dachstülen hätten/ wirmüsten der Stüle / Bäncke / Sessel / TiMe /und aller-ley Haußgeräthe / wir müsten der Wagen / Pflüge /Schiffe und Brücken mangeln / w«nn wir kein Hochhaben sollen. Weil aber von diesem allen / sowohl inmeinen LcorZici» Teutsch/ als auch in dem ^roclrvmodieses Buchs Lateinisch / davon genug gesagt wor-den/ wolle» wir / Weitläufigkeit zu vermeiden / den
Des Abellchen Latw? mw Held- Lebens
günst?gen Leser dahin gewiesen haben. Uud wie einesLandes gewissestes Zeichen ist seiner Fruchtbarkeit/wann es mir vleien ästigen / hohen und fruchtbarenBäumen besetzet ist; also/wo wenig/schlechte und gerin-ge Bäume zu finden/es eine Anzeigung gibt/ der Grundiey wenig nütze/daher dann die Portugesen(nachEr-zehlung Herm Otto Kleyens in Beschreibung der Ge-legenheit Quiianz csp.!?, ) em warhafftes Sprich-wort haben : Je besser ein Land sich von Natur selbstkleiden kan / je besser es auch / andere zu kleiden / Kraffchabe.
Nachdencklich ist / was csr^snu, 6e Subtiiim-lik. 8. schreibet / daß ein Land / welches der BäumeWurtzeln nicht liess / we^en seiner Härten eingreiffenlässet/ untreue und unbeständige Inwohner haben solle/ob etwann die unmässige Trockenheit / oder die öfftereVerkehrung der Winde / der Leuthe Gemüther verän-derlich und leichtsinnig machet / als wie in der Jnsul
Hispamola / weil der meiste Theil der Menschen seines
Himmels Art nachahmet.
Lä?. jj.
ie die Wälder anzurichten.
Eil dann das Holtz ein so nothwendiges Stückm der Wirlhschasst ist/ kan man diejenigenGüter für glückseelig halten / die damit ge-bührlich und wol versehen sind / dieweiln abergleichwol der Holtz - Mangel an vielen Orten sich erzei-get/wo grosse flache ebene Felder sind/oder brüchige undmarastige Haiden sich befinden / so theils der Beschaf-fenheit der Gegend/meistentheils aber der Nachlässigkeitder Jnwobner zuzuschreiben : Als sollen dieLeute/so andergleichen Orten wohnen/ sich befleißigen/ ihnen durchFleiß und Hürsichrigkeit hierinn Rath zu schaffen/ dannes ist keinLand/es sey so eben als es wolle/also beschaffen/wann es nur Korn trägt / das auch nicht soite Bäumeernähren können; denn die Gegend sey wie sie wolle/hoch / nieder / gebürgig / steinicht / thalicht / feucht odertrocken / so gibt es doch gewisse Bäume / denen man da-selbst ihren Stand und Platz anweisen kan/ wann mannur will die Mühe über sich nehmen/ihme selbst und sei-nen Nachkömmlingen / mit Anrichtung der Wälderzu dienen.
lVlonlc lamant »bies, ceärus, larix, picca 5c srbo-res,in quibus rclms ZiZnitur, item ^czuitola, "I'crs-bintku»,Oliancs.?.iAU5, junipcrus, Lornu«, Carpi-nus.ctk plcrsquc ka um arborum erism in plsniticmcicsccnciänt, A/tontcs 6: vallcs inkabilsnt sbics, ro-bur.t^aüanca, ilcx , tilia,, Lornus. pl^na «zuseruntl'smarix, ulmus.popuius, l-»>ix, cor^Ius, juAlans.or-nu8, sccr, traxinus, taZus. prunus, malus, Olca-iicr, juzl.^ns rarc» in monte viluntur. ()uT ^clmittuntpl-miricm 5cmontcs,in piano 5unr svl inviivrcs, inmomidus noclosX, 8c m^Io exccptiz, wie^1.lie rc s^rarjA P3A.485. bezeuget.
Wer nun eine Holtzstart anzurichten gesonnen / dermuß erstlicb die Beschaffenheit und Gegend deß Orts /und ob die Bäume/so dahin zu bringen/mit dem Grundüber,'in stimmen möchten / beobachten ; denNiBaume/die Wasser lieben / an trockene Ort und BergliebendeBäume an feuchte Ort/wider ihre Natur setzen wollen/
würde eine vergebliche Mühe seyn. Ich will aber ei-nen Bericht davon/den ich aus weilandHmn Hein-richen von Rantzau / Königlichen Dänischen Stadt-halters m Holstein / seinen geschriebenen Hauß-Buch/ausgezogen/ hteher setzen / was er von allerhandwil-denBäumm/und erstlich von denEychbaumen schreibt/und meldet/dich Ordnung mit dem Holtzpflantzen wer-de im Land von Lüneburg gehalten : Man halt für dasBeste (sagt er) wann man die Cycheln/so fein völlig undgroß sind / im St. Gallen - Tag / das ist um die Helfft«deß Octobers / vor oder hernach / wann der Mond imZunehmen ist / abbricht / und sie in einen Acker / dergedunget und gepfiüget ist/fein dick als wie das Kornsäet/und hernach unteregget. Oder man kan Anfangsdie Eychen mit samt dem Korn einsäen / zur Erndtezeitmähet man das Korn oben - her etwas hoch ab / undlässet hernach die Eychen fortwachsen / weil aber diejungen aufgehenden Evchen von den Schnittern zer-tretten werden/ ist der erste Socius, meines Erachtens/besser / daß man sie gleich in ein Feld säet / wo sie bleibensollen/und hernach wol und sicher einzäunet/ damit keinVieh/sonderlich keineGaiß oderSchwein hinein möge/sonst würde alle Mühe und Hoffnung vergebens seyn/die man darzu angewendet hätte.
Die Eycheln und Buchen / die man säen will / sollen(wie 0. Noe Maurer in seinem Jagd- und Forst Rechtwill, nicht von Bäumen gebrochen/sondern im Herbst/wann sie von sich selbst abfallen / unter den Bäumenaufgelesen werden / man schürtet sie über Winter auf/in trockene Keller / und rührt sie wöchentlich zwey oderdreymal wol untereinander / fürters legt mans gegenden Auswärts in Keller/in einem wol-angefeuchletenSand / dergestalt / daß jede Lege Eichen oder Buch-eckern mit Sand überschüttet und bedecket / und so langim Sand gelassen werde / biß sie anheben wollen zu kei-men / alsdann wird der/ den vergangenen Sommer zu-vor geackerte Grund mit solchen keimenden Eicheln und
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