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Wie ihnen in ihren Kranckheiten zu helssen.
Je strengeUbermaß von Kalte und Hitze/ zu vieloder wenig Speise/ oder die sonst nicht gesundund undieuitch ist: schlechter Unterhalt undWartung / sind die meisten Ursachen ihrer zufälligenKranckheiten; ists von Kälte / so muß man die Zimmerwohl verwahren/mit einem nicht stinckenden noch übel-riechenden/sondern frischen Kohlfeuer oder Glut undguten edlen Rauchwerck versehen; oder wie Her: 6et>crr-5 will/soll man mit Stücklein Bratwürsten/die inScheibe! zerschnitten sind / räuchern/ davon sollen siesich erquicken / und wieder gesund werden. GuterWein/starcker Essig/ und Brandwein/ stärcken gleich-falls dieses Thierlein/ wann sie von der Kälte angefoch-ten werden.
Hingegen / wann ihnen die Hitze zusetzet / muß manThür und Fenster öffnen/ damit die Lufft hinein möge/ihre Stellen mit Rosenwasser besprengen/und mit demWindwaher sie abkühlen. Ast das Zimmer nicht rechtdarnach beschaffen / muß man sie vor Tages / aufihrenTafeln/ hinaus in die frische Lufft/ eine Viertel Stundlang / bringen; ihre Tafeln kan man unterdessen aus-säubern. und mir guten Wein-Essig besprühen / auchmit wohlriechenden ihnen angenehmen Kräutern berei-den. Haben sie sich überfressen/muß man ihnen an derNahrung abbrechen/ und mit einer guten vi^t ilmenwieder zu recht helssen; man mag ihnen ein paar Tagegar nichts / und / nach diesem nur ein wenig / und osstgeben.
Sie bringen auch manchesmals gleichsam erblicheKranck.)eiten mit sich auf die Welt/wann etwanndieEyerlem/daraus sie geschloffen sind/ nichts nutz gewe-sen / an einem unanständigen feuchten Ort behaltenworden.Will manGlut insZimmer bringen/muß mandieselbe vorher/ ehe man sie hinein trägt / heraussen wolanseuren/ und ein Stück Stahl hinein legen / der Glutden ersten Dampff/der sonst schädlich'ware/ zu dämpf-fen/ muß auch ein Glasscheiben oder ein kleines Guck-fensterlein / gegen Mitternacht / offen gelassen werden/so wol / daß die Lufft hinein möge/zu ihrer Abkühlung/als auch / die Dünste und Dämpsse von den Gluten.
Siehet man / daß sie gar nicht zunehmen und wach-sen wollen/auch viel gar verderben(sagt unserFrantzösi-schcr ämkor) so ist nothwendig/ und bekomt ihnen sehrwol/daß man ihre Wohnstatte ausreinige und verneu-re/ihreBettstätteundBretter mitgutenKrautern berei-de;doch hält man für das beste/sie in ein andersZimmerzu brinqen/ und die Siechem fleissig auszuklauben undabzusondern/ ihnen von dem besten kaub/aber in gerin-
ger Husntität/vorzugeben/ mit ausputzen und gutenNauchwerckwolzu warten. Sonst pfleget man insge-mein (sagt er) heissen Kiesel oder kleinen Bachsand/>nguten Wein-Esilg oder Malvasier abzulöschen / daßem Dunst davon gehe/ und die Seidenwurmlein auf-muntere. Andere pflegen eine Pfann mit Krauternund Speckschwarten darunter zu nehmen / und rostenes mitten im Zimmer auf einer Glut/ und bedünsten siealso damit.
Der stmckende Athem derjenigen / die Zwiebel undKnoblauch geessen / oder Toback getruncken / oder sol-chen in denNund zerkeuet/ und mit den Seidenwür-men umgehen/ schadet nicht allein den siechendenWur-men/ sondern kräncket auch die Gesunden/ daher solcheLeute/um diese Zeit/derSeidenwurme sollen mGg ge-hen/und das Maulbeerlaube unberühret lassen.
Den Siechen dienet auch/ wann man ihr Läger mitWein-Essig besprengt / auch mit Fenchel/ Roßmarin/Lavendel/ Majoran und dergleichen anstreichet; wannsie aber nichtkranck sind/würde solcher starcker Geruchmehr schaden als nutzen. Wannsie böses / als etwasnasses / mailichtes/gar zu junges / und ihnen untaugli-ches Laube gegessen>so ist es schwer zu heilen; als davonbekommen sie den Durchlauss/ oder wol gar diePest,das kan man an gewissenZeichen wol erkennen /wannihre Füsse schwartz/ihr Leib mailicht/gelb und garweichist / die muß man bald von den übrigen absondern/undauf besondere Tafeln / in ein anders Gemach bringen/zu verfuchen/ob ihnen durch gute Wartung möchte ae,holffen seyn / aufs wenigste / daß die gesunden durch sienicht auch der Vergiftung und Ansteckung theiihafftlgin gleiche Kranckheit fallen möchten. Siehet man aber/daß sie neben den erstergebenen Zeichen / auch amBauch anfangen zu nassen / soll man sie nur bald denHünern vorwerffen/dann mit ihrer Rüstigkeit stänckensie an/ und verunreinigen die Blätter/ dardurch die üb-rigen auch mkcirt werden. Findet man auch/ daß/vorder drittenAbhäutlung/etliche grünlicht werden/welcheschwartzlicht seyn sollen / mag man sie auch beyzeitenweg thun/dann sie verrecken ohne diß. Darum soll man(sagt gedachter Hutkor) allzeit mehrEyerlein ausbrü,ten lassen/als man zu ernähren willens ist/damit/ durchdiesen Uberfluß/der durch Kranckheit entstehendeMan-gel möchte erstattet seyn. Wann aber ein Warter nurFleiß und Obsicht brauchen will/werden sie wenig odernie kranck werden/ indem leichter ist/ einem Übel vorzu-bauen/ ehe es kommt / als es zu heilen / wann nunmehrderAngriffgeschehenist.
xxvm.
Borbereitung zum Spinnen.
^Ur Zeit ihres Arbeits-Anfang muß sie der War-
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ter nie verlassen/biß sie sich alle angeastet und ih-re Arbeit angefangen haben / weil sie so grosseBegierde dazu erzeigen/als wolten sie ersticken/kan manihnen bescheidemlich helssen / daß sie sich nicht zu dick/
noch zu nahe beysammen anhencken/oder aufdie Erdenfallen/ die man stracks wieder aufheben und an ihrevorige Stelle bringen muß; wiewol Löllo
dafür halt/ wann sie dünn angelegt werden/ machen sie
mehrdoppleunddriefache/darausnurkiiolciioderkw.
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