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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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Ves Aveltchen xano-uno Few-rwens

Tag hernach mildem Essen nie überfülle/ fondern mas-sig halte/ und ihnen das Laub gcspärig mittheile/ welcheStunde Morgens und Abend man ihnen das erstemalihr Essen sürgegeben/soll man auch also immerdar fort-fahren/doch nach ihremAlter/auch dieSpeift nach undnach vermehren. Vic^a vermeinet/ es sey nützlich/ wanneine reineJungfrau diesen Würmlein / zum erstenmalihre Nahrung reiche. '

proclelt, nonclum tkalzmo» expcrts DuellsPrimi»l»snu lcncrZS. lorlsn, pascakaiumna«.

Wann sie zum vierdtenmal gehäutelt haben / gibt manihnen/ von dieser Zeit an/ biß zum Ende/vier/ fünffundsechsmal/und in Summa/ fo osst man siehet/ daß sie es-sen wollen / dann da ist keine Speise zu erfpahren / son-dern müssen genug und satt haben,sonst werden sie nichteher anfangen zu spinnen/ sie seyen dann wol angefüllt/und also wird auch ihre Arbeit befördert. Wanns seynkan/soll man ihnen alsdann alle zwoStunden/aber all-zeit ein wenig vorlegen / und zu solcher Zeit tauget ambesten das schwache Maulbeerlaub für sie/ dann es ver-ursachet/ daß siesiärckere und schwerere Seiden/aberetwas gröber / spinnen /Massen ihnen das gar zarte undschwache Laub zu dieser Zeit mehr schädlich als nutz ist/indem sie gar zu viel davon fressen/ und wol gar borstenmöchten. Und ist wol zu mercken/ sagt der FranzösischeAuthor/daß die Setdenwürmleiu/vermittelst einer em-

sigen Futterung und Wartung / immhalb sechs Wo-chen oder Vierzehen Tagen, werden anheben ;u spinnen-da sie aber widriges Falls schlecht verpfleg sind, zu zei-ten Mangel an guten Laub haben/und mcht rein gehal-ten werden / sollen sie wol vor acht Wochen kaum ihreSpunst anfangen / und gerathen solche Spätlinge sel-ten so wol / als die frühen. Findet man/ daß bißwcilendie Wurme ihreBlätter nicht aufessen/muß man ihnendieselben mcht voriigen lassen/ sondern wegräumen/ ihrStreu ausscuibern / und gantz frisches Laub / aber nurdestoweniger/Mrstreuen. DieBlätter/damitmansiespeiset/müssen keinen Mackel oder Flecken haben/ manmuß auch/ so viel es möglich / nicht Blätter nehmen/dieim Schatten wachsen/sondern die am fteyen Sonnen-schein stehen/auch keine angefeuchtete/ beregnete / be-thauete oder nasse Blätter. Also müsseu sie auch/nach-dem das Alter ist / gcspeüet seyn / daß man den altenWürmen kein junges Laud aus der Peltz-Schul/oderden Jungen kein altes Laub füraebe/ das Laub muß mitihrem Alter übereinstimmen. Die ersten drey Woclicnihres Lebens / sind sie mit wenigem vergnügt. DieSpeise aber muß mit ihrem Wachsthum zunehmen/und letzlich mit Überfluß gereichet werden; doch ist inihrer zarten Jugend / der Speise halber / desto mehrFleiß zu haben/daß man ihnen mchts ungesundes oderschadhafftes reiche.

Wie in ihrem Abhäuteln mit ihnen umzugeheiu

keichwie die Schlangen ihren Balg/ im Früh-ling/ einmal abstreiffen; also legen die Seiden-würme jährlich die Haut zu viermalen ab / solang es währet/essen sie nichts/sondern als unbeweglichdringen sie ihre Zeit mit Schlaffen zu/ darum auch dieftKranc!Heiken von den Spaniern l)ormiiios genennetsind. Dieser Zufall (wie i'-n-r- bezeuget / und auchöffters gedacht worden) kommt ihnen viermal in ihremLeben/ meistens acht Tage voneinander/ wann es vomkaltem Gewitter nicht verhindert wird/dann bleiben siedie ersten dreymal auf zwey Tage lang unbeweglich/und das vierdtemal wol drey Tage / und immer voneinem Hautlein bch auf das letzte / verlieren sie ihreschwache Färb/ und erscheinen leichter. Zu diesem or-ciin-n.Zusiand ist am besten/ sie alsoungessen zu lassen/und wann sie wieder begierig sind/ihnen erstlich mittel-mäßig und sparsam/gute Blätter fürlegen/und sie rein-lich halten.

Die erste Hautel-Abstreisfung geschiehet an dem 8.oder i o. Tage nach ihrer Geburt/die andern 8. oder io.Tage / auch eine nach der andern / etliche früher/etlichespäter/nacl dem das Wetter ist/gutes warmes Wetterund reine Speise gibt zu allem Besörderung/und destobessern Vorschub; ihrHaupt machet die Kranckheitkundbar/das zu geschwelten anfanget/wann sie hautelnwollen/und diß mehr in der letzten/als in der ersten Ab-wechslung / weil davon / wegen der Würmlein Klein-heit/wenig zu mercken/so lang sie noch nicht auf dieStellen kommen/und noch (wie oben gemeldet) in ih-ren Schachteln/ darein man sie aus ihren Brutschach-tttn gethan hat/verbleiben.

Wann man ihnen will aussäubern / müssen sie mit! Maulbeerblättern/daran sie nach und nach sich henckenj vorher heraus genommen/in eine frische neue(und nachdem sie wachsen und zunehmen / grössere und weitere)mitPapier eingelegte Gestatel gethan/dasPapier aberaus der alten Herberg heraus gehvben/weggeworssen/und da mans weiter brauchen wollte/ mit frischem Pa-pier wieder versehen werdemauf diese Weife/fagtHer:isnarci, pflegt man sie zu mustern/Mid aus einer Gesia-tul in die andere zubringen / müssen aber nicht zu nahebeysammen gelagert werden / und wann sie wieder Er-neuerung ihres Lagers bedörffen/ kan man sie wol mitden Händen glimpfflich / sonderlich wann sie schon et-was erwachsen sind/ fassen.

Man muß sie des Lusstes gewöhnen lassen / dieSchachteln / auch die Fenster / wann ein fthoner Tagist/eröffnen/im fall sie nicht ihre Veränderung leiden/dann solcher Zeit da sie der Ruhe und Wärmevonnü-then/würde ihnen alle Lufft und Bewegung schaden/und darffman ihnen / wann sie abhauteln / auch nichtausputzen / weil ihnen gar übel dabeygefchiehet/dahermuß man sie alfo ruhig in ihrem Läger ausrasten lassen/biß sie eine neue Haut/und neuen Lust bekommen/wie-der zu fressen.

Wann man die Brüten nicht gleich anfangs nachihrer Ausschlieffung ausgetheilet hat / so kan sie nochnach ihrerVeränderung geschehen/weil man die/so miteinander gehäutelt haben/ an dem kennet/ daß sie etwasweisser als die andern sind / und daß sie mit grosser Be-gierde ihr Laub wieder anfallen / alsdann kan mansiivwas früher häutelt/ von dem / was später kommet/ ab-sondern

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