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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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471
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Zehenden Buchs/Anderer Cyeli/ Gewenwurme. 471

Worten im s. Buch c->p. 14. daß die Weiber mit denLaub drs Maulbeerbaums die Seidenwürme speisen/und glaubt/es es geschehe damit dem Baum eine grosseVerhinderung an seiner Fruchtbarkeit.

Die Frantzosen haben später die Seidenwürme ge-sehen/daher auch die Alten gar wenig deren gedacht ha,ben; das von den zweyen berühmten üieckcis LKsri-zeiticnne, und)Lün I.it)au!t,verfertigte und continuirteWerck/^.'ilon kuliique.so Anno IÜO8. zu kosn auf-gelegt worden / enthalt imBuch am 8>/86. und 87.Capitel / gar einen kurtzenUnterricht/wie man dieSei-denwürme halten und warten solle / ist aber nicht vielsonderliches daraus zu nehmen.

Welt besser hat dieses geleistet der berühmte undweise Französische Edelmann/Hrn viivicrcle Zcrrcs,ciu?rac!el IN seinem l'kcztrc ct'^Zricoltuic,das zum letztenmal(si) viel mir bekandt isr)zu^oan An-no i6zs. ausgegangen / der in seinem lucu cinquiclmecap. 1;. mit grossem Fleiß und Weitläufigkeit davonMeldung thut.

Das letzte von denSeidenwürmen gedruckteWerckist erst vor wenig Jahren/aufBesehl Königs r.uäovj.ci xiv. m Frankreich/von /vionli-ur Una, 6, ziemlichweitläufftig/ doch gantz eigentlich heraus gegeben wor-den/welches Anno 1669. m das Teutsche versetzt/ undzu Wien gedruckt worden/dessen Titul ist: Kurtze undgründlich Unterweisung/wie die weissen Maulbeerbäu-me in diesen Landen auf unterschiedliche Weise/ zu Er-züglung derSeidenwürm / dem allgemeinen Wesenzum Besten/gepflantzt/samt einem ausführlichen Be-richt wie die Seidenwürme ernähret/aufgebracht/ un-terhalten/die Seiden abgewunden/ aufgehaspelt/zuge-richtet und genutzt werden sollen; und diß Büchlein istgleichsam eine lnttruQion der vor wenig Jahren undbald aufdieOrientalischeCompagnie folgenden aufge-richten Seiden-Compagnia / welcher Vorhaben ist/die Arbeit der Seiden Wahren / wie in Jtalia undFranckreich gebrauchig/ auch schon vorher an etlichenOrten in Teutschland geschehen / in Oesterreich auszu-richten/ ja auch die meiste darzu bedörfftigeSeiden/selbst in unserm Vatterland zu zeugen; wie dann nun-mehr der Ansang/mit ziemlichen Progreß/gemacht ist/auch zu hoffen / es möchte mit der Zelt nichtmitweni

denda im Land aufgleiche Weise/ auch mit gleicherMühe und Sorgfair gehalten/ wie in Europa geschi-het/ denn es falsch und erdichtet ist / daß alle Seiden inSma/sonderlichingemeldterProvintz/von Seiden-Würmen aufBäumen/ohneMenschliche Arbeit/zube-reitet werden. Nur allein in der Provintz XaniunZ,sammlet man sie von besagten wilden Raupen auf denBäumen/dieseSeiden ist aber viel gröber und stärcker/als die andern Seiden.

DiefeArbeit ist ausJndien in Griechenland / vondannen in Italien / und also serner fort in Franckreich/und daraus in unser Teutsches Land ankommen. Undhat der gelehrte Italiänische Jurist/ (Zuiäv LZnciroiioder berühmten ^cacicmir zu t'scjua ?roictlvrnnd Hn-tccclsor?rima>-i uz,in seinen >Is>viz ^cperlis am ersten(so viel mir wissend)Meldung davon gethan,- nicht we-niger hat der fleissige und curiöse Welsche Edelmannäzottinc) Qaiio von öresci^, gebürtig/ in seinem löbli-chen Haußwirthsschassts-Werck/dessen Tltul ist: i.c

vinti yiornskc clcll' ^izncollura e cic' jiiiZccri clcila vil-

in ftinersechzchenden<^>omJta,gantz schön ausführ-lich und klar/ alles/ wie man damit umgehen/ und wasman in einem und dem andern thun solle/ beschrieben/daraus auch viel von ü-loclemi» , svnderlich von de-nen Französischen OeconomvZl-apl.iz, entlehnet undabgeborget worden. Jtem/8iZnor Vinccn^o l anaracji öoio^na in seiner k^conomia cicll Littaciinc» in villa

lik. f. da er von den Maulbeerbaum schreibet/ gedencktauch von lol. Z55. biß 359. mit wenigem der Seiden-Würme.

Nicht weniger ist berühmt der ( unter den Italiäni-schen Poeten) wolbekandteBischojfzuttici-on^mus vicia von Qr-mona, der unter vielenandern seinen schönen Gedichten in zweyen Bücherncjckc>mbxce schön und zierllchgeschrieben/ und also an-fanget :

()uo« morcs, czuzs gut siarviz rcptantilzus srtcs

^upiccr a6ciicterit, czuse ülatenacia 8erum

Orc vomunt saturT,vos mecum cvolvite^mpIiT

8eria6c». 8cc,

darinne er Poetisch / doch gantz eigentlich die Seiden-Würme/ und ihre gantzeWartung/abmahlet und auf-zeichnet.

Unterden altern Welschen ämkoren/ die von der gern Nutzen undEinkommen/das sonst edle und srucl't-^^ricuitui-J und 0-conomis geschrieben/ findet man bare Land noch mehr bereichern. ^

nichts davon; der einige?e cro cie crcicentii m seinem , Als habe ich nicht unterlassen können/auch in diesemBuch 6e äg, .coltu r-,. welches zu VenedigAnno 1542. meinem vorhabendenWerck eines UN das Andere bev-gedruckt/und von ihm ^->roic> d-m Andern / König in ^ zufügen / damit ein vernünssliger^ausvatter wissenSiciiien/clcä.c>rt worden/ meldet nur gar mit wenig möchte/wie er sich hierinnen zu verhalten hätte.

II.

Wie die Seidenwürm in nüftrc Europäische Lander

kommen sind.

i?Err vl!vicr cls8errcs schreibet: Es werde vonUjederman für bekandt angenommen / daß die8errcz am ersten den Gebrauch derSeiden ent-deckt haben/ und selbige hatten die Eyerlein oder denSaamen aus derJnsul l^prol^nc (sonsten 8umzlrngenannt) die unter dem ^Lqui^OÄigi von 46. biß 48.z^racluz lütituclinis entfernet lieget. Die Landschasst derScrcn, die den Namen von einer Stadt trägt/ ist diejenige/die man heutiges Tages Lstsv und Omksiu

im Oriental-Asien nennet/ die vom Niedergang dieAsiatischen Scythen / und vom Mittage das Indienangräntzet/ so dem grossenTartar Cham unterworffenist.Und eben dieses beweiset / daß die Münche / so dieSeiden-Arbeit nach Constaminopel gebracht/aus derin der Provintz Caty ligenden Stadt Sera dahin kom-men / ums Jahr Christi sünsshundert und etlich undzwantzig/wie pro^opius, neben andern schreibet. UndHerz cie 8c> rcs en lieu cmquicsinc du I kic.itrs ci' ZAri

U. Theil.

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