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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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4^6 Des Adeltchen Landend Feld Lebenö Neundt Buch/Mayerhof.

genossen/die allerbeste/alles nutdemVerstand/daß eineMaß gehalten / und gut Getranck darneben genossenwerde; Ändere vermeynen/ der Spanfercklein Fleischsey deßwegen ungesund / weil es viel Schleim macht/und sey der niiltelmasslgen und Brühefährlein am ge-sündesten.

Das Schaf-Fleisch/sonderlich von den Schepsenund Castraunen/wird von den Spaniern werth gehal-ten/und «stauch eingesundesEssen so einelöblicheNah-rung mittheilet/ denn es temperirt ist/ feucht und warmwann sie nur noch bey jungen sind. Das Lämmern-Fleisch hat überflüssige Feuchtigkeit/ ist also den trocke-nen und warmen Lumpicxioncn am gesündesten.

Das Fleisch von jungen Geisten/ und geschnittenenBöcken/ und von denKützlein/welches denjenigen/ so 'neulich von einer Kranckheic aufgestanden/ gesünder!und verdaulicher ist/alsKalbfleisch ist doch meh: jungenals alten Leuten zu erlauben. Alles Fleisch ist gesünder >und besser/ was auftrockenen Ort (wo gute heilsame!

Kräuter stehen) seine Weide nimmt/als was an seuch-.ten und marastigen Orten lebet. V.Carrichter sagt:.

Alles Fleisch was auf dem Feld seine Weide hat/es seyzahm oder wild/ ist gesünder und von Natur trockener/denn das in den Häusern auferzogen wird Das aus-serliche Theil an einem jedem Fleisch ist gesünder/ alsdas inwendige / denn die innerlichen Glieder an denThieren sind zu viel seucht; darnach ist das Fleisch amRucken das beste/und was ausde: rechtenSeiten steht/ ^ist besser/ als das/ so auf der Lincken sich findet/weil dasMiltz daselbst die grobe Feuchtigkeit und das unreine >

Geblüt an sich zeucht. Alles Fleisib ist theils warmer / ^auch theils feuchter und trockener Natur/ nachdem sie'

Weide haben/oder nachdem die Zahrszeit sich ereignet,das feuchte Fleisch ist besser gebraten/ und das trockenebesser gesotten. Es ändert auch alles Fleisch seine Na-tur/ wann es eingesaltzen wird/ und wird ein gar feuch-tes Fleisch/ durch das Saltz/ trockener Natur.

Das Fleisch von denKöpssen der Thier ist von Na-tur feuchter Eigenschafft/ machet auch/ in der Speise

genossen/beedes demHaupt und dem gantzen Leibe vielFeuchtigkeit/und laxiret den harten Bauch/aller inner-lichen Glieder/als Lunge/Leber/Miltz/ Eingeweide /Wamen/Kröse/ Därmer/ Hirn/March/ Nieren thundesgleichen/ allein das Hertz ist hitzig und trocken/ unddaher nicht leichtlich zu verdauen ; Alles Jngeweid anden Thieren ist besser/wann sie gemastet sind/die Fleckeoder Kuttel/ wie man sie nennet/ sollen nicht von gar al-ten Thieren gencmmm/auch wolgesotten und gewürtztseyn. Fuß und Ohren/und zähe und was ädericht ist/macht zähen Schleim und kalte Feuchtigkeit/ sind son-derlich denen/die vom-Reissen und der Colica angefoch-

ten werden/ ungesund/ nach denen/ so am Sand undStein leiden/ dann sie können leicht in Sand sich ver-kehren; die vordem Füße sind besser/ als die hindern/doch wann sie wol gekocht sind/kan man sie desto sicht-licher verdauen/und geben eine ziemliche Nahrung,

Das Blut ist in der Jüdischen / und anfangs derChristlichen Kirchen/ verboten gewesen/nach und nachaber wieder in den Brauch kommen/ist warmerNatur/weil/ lcttimonio Lcriplur-e 8. das Leben darinnen ligt/indem der Leib ohne Blut/so wenig als ein Baum ohnedas kumiöum tÄöicslc,abdorren und verderben muß/man haltet dasBlut von denSchweinen für das beste/das von den Rehen und Hasen kan auch noch paßiren/aber derOchsen / Stier oder FarrenBlut/ sagt HmCamchter/ ist/ in der Speise genossen/gantz schädlich/gifftig/ melancholisch/unstvrrig/ dafür sich männialichsoll wissen zu hüten ; und insgemein ist alles Blm derDauung, sonderlich blöden und schwachen Leuten/ heff-tigzuwider/ Bockö-Blut aber/Hirschen-Ziegen -undHasen-Blut/jedes für sich selbst/in einerPfannen/überden Kohlen gedont/ dienet in der Artzney / soll einge-nommen/ die rothe Ruhr und andere Bauchflüsse hei-len/auch den Giffc ^oxico widerstehen / Bocks-Blutsoll auch den Wassersüchtigen gutseyn/ und den Bla-senstein zermalmen;frifches Hasenblutalsoivarm an-gestrichen / remiget das Angesicht / und vertreibt dieSpreckelund Masen.

Das Fette von denThieren/sonderlich das Jnschletwird in der Haushaltung zu Kertzen und Liechtern ge-braucht/ wie auch das Klauenfett zu Nachtlichtern/ anstatt des Oel oder Schwaches / das man lieber in dieKuchel/ zur Bereitung undVerbesserung der Speisen/nimmet/ sonderlich frisches Schwein-und Gänse-Schmaltz/auch das Marck/ so die Speisen nicht unge-schmack machet/ welches die gute Köche am besten wis,sen zu gebrauchen.

Alles Geflügel im Mayerhof/ sonderlich was vonden Hünern herkommet, ist gesund und verdäulich,wann es nur nicht zu alt ist. Dergleichen sind auch diesrischen Eyer/ wann sie recht und nicht zu hart gesottensind. Die Pfauen wann sie jungsind/ gebenguteNahrung , die alten aber lassen sich hart verdauen.Das Wasser-Geflügel ist wenigergesund/weil solchesviel Feuchtigkeit verursachet. Aber alles dieses wird/wann man es übermäßig brauchet / und die Naturdamit überladet / ein Eingang viel und mancherleyKranckheiten; hingegen aber/ wann es cum icze lm-Zal.tstis 8c t-mperankiT, mässiglich genossen wird/zurGesundheit dienlich und heilsam seyn / daraus gleich-wol ein Vernünfftiger das Beste aus dem Guten er-wählen kan.

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