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Anderer Th. (1716) Wie die Bau-Gründe und fruchtbaren Felder auf das nützlichste und ersprießlichste anzurichten ...
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Des Adelichen Land - und Feld - Lebens

Des Nachts / sagt Her: coierus, thut man dieZungen in einen grossenTopss vollerFedern/ so setzetsich die Mutter neben sie/und istzu^rieden/wannfle dieJungen nur pippen und schreyen höret ^ <sist auch am

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besten/ sie werden allein gehalten / weil sie anders Ge-flügel/alsjunge Hüner/Endten und Gansenicht gerneleiden/ oder mit sich fressen lassen/ sondern beissmsolchezu todt.

Li.

Ihr Kobel/Mast und Wartung.

kAt die geringsteVorforgeeinersteissigen Haus»H Mutter ist/wann ihrViehe desNachrs eine gute» und wolverwahrte warme Herberg haben kan;die JndianMien haben gleich so viel Nachstellungenund Feinde/als die gemeinen/ mögen auch Kälte oderandere Ungelegmheitennoch fast weniger ertragen/undsonderlich im Winter / ,m Regen und Slurmwettermüssen sie einen Ort hctben/ darinnen sie sich des Tagesbeschirmen/ und des Nachts aussitzen mögen. IhreKamer oder Gemach muß warm/lüfftig/trocken/liecht/sauber/wol verwahrt/und mit Sitzstangen / darauf siedes Nachts stiegen und bleiben können / versehen seyn/müssen aber mcht hoch/ und soll eine Stiegen neben beyseyn, da sie mit weniger Mühe hinaus kommen / indemsie nicht sonderlich stiegen mögen ; die Sltzftangen müs-sen starck und dick seyn / weit ste schwer vom Leib/ undgroß von Füssen sind / sie legen die Eyer meistentheilsauf den Boden/darumdei'fctbe'.nit guterStreu jÄ be-quemen / damit die Eyer nicht brechen.

WasdieMast anlanget / bedarff man / wann manihnen sonst gut watter/nicht viel Mühe/dann sie behal-ten stets einen gutenLeid; willmanste aber/ wie dieCo-paunen/ in dieMast legen / muß man gleicher Gestalt/wie mit jenen/verfahren; hernach sie mit von Gersten-Mehl angemachten Taig und Kugeln schoppen / undvor allen auf die Berdamingwol acht haben/ kan manihnen dieKügelein in Milch duncken / indem man sieschoppet/ nehmen sie desto balder zu.

Was sonst ihre Wartung anlanget/gibt man ihnenallerley Geträvd/Haber / Gersten/Haiden/Kleyen/Viertrebern/ auch wol klein geschnittene oder gehackteMöbren und Nuben; die Körner/was man ihnen vor-wirfst/ müssm vorher vsn allem Staub und Unrath ge-reutertund ausgesäubertseyn / son^I bekommen ste vondem Staub bald den Zipf;so halten auch etliche vafür/es sey ihnen das Rockenbrod nicht gesundem auch dengemeinen Hünern/ und wollen dieHndianischenHünergleichessalls einen Sand haben / darinnen sie sich ba-den/und dasUngezieftrabsprengentönnen; bißweiienwird ihnen ein grüner Kohl an einem Strick so weitüber derErden aufgehangen/daß sie den wol erreichen !mögen/so fressen sie immer davon/so lang etwas daranist / u nd bekommt ihnen wol.

Wann man ihnen einen eignen Hirten halt/ muß ersiesehr frühe/mit ausgehenderSonne/austreiben/in dieBrachfeldsr/klsineHöltzer undBüsche/(worinnen kein

^ Wolss/ Fuchs oder Mader vorhanden ) aufdie Gras-Kelder / und wann Heu und Grümath eingebracht/auch wol gar in die Wiesen/dafinden sie allerley Gras/Krauter/ Wurtzen/ Würmer/ Fliegen/Heuschrecken/Saameii und wilde Früchte / davon sie ohne grossenUnkosten sich voll fressen; nichts desto weniger muß ih-nen zuHausse an ihrem vrcknari Fuder nichts mangeln/weit ste/ wegen ihres natürlichen Frasses/ auch wegendes grossenCörperskeinenHunger lciden'könnenzwannfiefrüh ausgetrieben würden / bringt man sie um io.Uhr Vormittags wieder nach Hausse , Nachmittagshütet man sie wieder/offtmals dieWeide umwechslend/auch bißweilen an den Bachen und Flüssen/ da sie aller-ley Mucken und Fliegenfangen können/biß man sie A-bends wieder in ihren Stall treibet / und darinnen wolemsperret / gibtihnen abervochin ein Futter Habern/damit sie sich desto lieber in ihr Gewahrsam einfthliessen lassen / da soll sie der Hüter auch alle Abend fleissqeinzehlen/und sehen/ob er auch seine Zahl vollkommenhabe/ und dafern einiger Abgang/ es alsobald anzeigen/damit man nachsuche/unddas Verlohrne wiederfin-den möge

Herz6e 5crres schreibt/?>ak/wann man die Haa-nen beschneide / sie weit ein edler und zarter Fleisck be-komen/und hat man noch diesen Vortheil/ daß sie nichtso ungestühm und zancksüchtig/ wie die andern Haanensind/sondern gehen fein friedlich mit der andern Heerde/da sonst/ wann sie Haanen bleiben / des Raufsens undKriegens kein Ende ist/ plagen und qualm auchdieHü-ner gar zusehr/und sind mehr schad-alß nützlich/darumsoll man nickt mehr Haanen lassen /M zur Zucht von-nöthensmd/dieübrigen sokenallecopaunt und geschnit-ten werden; undvermeynt Herz ^cLerrcs, es sey ge-nug/wann man aufzchen Hüner allzeit einen Haan be-halte/und meldet/es sey zwar etwas harter/ diese Haa-nen/ als die gemeinen/ zu schneiden / weil sie sehr kleineGailen haben / die ihnen sehr tiessin dem Leib liegen ;wann aber eine Hausmutter an den Haanen / die ohnedißgetödtet werden/die Gelegenheit desLeibes / derGailen/ und den Vortheil/ solche gesedlcklich keraus zusuchen/erlernet/wird ste solches hernach desto leiciterankommen/und diese kan man hernach wiel cheurer aufsGeld bringen.

Was ihre Kranckheiten betrifft/sind sie meistensmitden andern gemein/daher ihnen auch gleiche?7iittet/wieoben gedacht worden/ zu gebrauchen sind.

L z?. <111.

Bon den Gänsen»

f) Nker üllen Äm pb ibüs, das ist / unter den Tbie»? ren/so beedes auf dem Trockenen und imWas-^ ser leben können/ist keinesso leicht/allein aufder

'Erden zu erhalten / alsdie'Gclns,ist zwar (wieHer:Abraham von Thumshirn meldet) ein kostbareSTHier/und kommtkein Fleisch einem Hausherm so theuer an/

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