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Des Adelichen Land -undFeld-Lebenö
und samt der Materi auf das wärmeste umgeschlagen/und ohngefahr neun Tage darüber gelassen / und wohlgefpähnlet.
Ein gutes Beinbruch - Pflaster / nimm Bohnen-Mehl/ Wallwurtz und Müller-Staub oder Staub-Mehl/ jedes gleichviel / alles durcheinander tempe-
ritt/ und ein wenig sieden laßen/ und warm übergebun-den.
Item / nimm Storchenfchnabel-Kraut/ das aufdürren Wiesen wächst / mit Spanferckel- Fettver-mischt/einPfiaster daraus geMcht/und über denBein-bruch gelegt/ hilfft fast wohl.
dx?. cxlx.
Wann ein Pferd von gisstigen Thieren gebissen
worden ist.
Je armen Pferde haben mchlalleinosst dieje-nigen/ so ihrer warten und pflegen sollen / zuFeinden und Verfolgern/ die mit Unwissenheit/Grobheit und Unachtsamkett ihnen Schaden zufügen/und mehr verderblich/ als nützlich sind; fondern es sin--den sich auch andere böse gistngeThiere/so wohl auf derWeide / als in den Ställen/ die ihnen mit ihren gissti-gen Zahnen / Urin/ Beschmätzung und Anhauchungallerley Böses zufügenkönnen / davor der menschlicheFleiß und Aufsicht nicht allezeit Vorsorge leisten kan;da sind die Mäuse und Ratzen/ Wiesel/ Schlangen /Nattern/Fledermäuse / Krotten/ Eydechsen> Spin-nen/ Mucken/Bremen und Hormssen/wiem den war-men Ländern die Scorpionen und i sr«nrulen/also daßman deshalben einer immerwährendenObsicht vonnö-then hat / sv bald das gemerckl wird/ alsbald dem Übelzu begegnen.
JnSaemein ist gut / wann einPferd von einem glss-tigen Thier wäre geheckt/ gestochen/ gebissen/oder sonstverunreiniget worden/ wieeswolle daß man gleich gu-ten Theriac nimmet/ solchen mit Wein abtreibt undeingiesset. .
Item / ^.^rimonia Sasst getrunckn/ soll für dergisstigen Thiere Biß gerecht und gut seyn / auswendigaber soll manHanssstoßen/ und daraufbinden.das sollalles Gisst ausziehen.
Item / nimm Merrettich undHolderblatterdurch-einander gestossen/ und überqebunden.
Wann eine Natter oder Schlang emRoß gebissen/so nimm rohes Garn von Hanss/ seuds in Essig/ undbinds also warm über/ es sey Mensch oder Viehe; odernimm sonst rohes Garn / sieds in Essig und Wasser/und binds wohl warm über.
Für das Anhauchen der Wiesel/ davon die Pferde
geschwellen/ ist nichts bewährters/als das man emWiesel-Balglein nimmt/ und den Schaden woyt da-mit reibt; oder ein klein Stücklein davon aussemeÄmtleget/ und das Pferd damit / am verletztenOrt/be-wuchert.
Oder man nimmt Scorpivn , Oel und altesSchmeer/ stößet und treibts wohl untereinander ab/und bestreichet es damit.
Item/ nimm Krotten-Geschmeiß oder Laich in demMayev/ laßes woldür: werden / und binds über denSchaden/ und laß darauf/ bis es heilet/ es schadet ihmnicht/es sey geheckt/ wieeswolle.
Ztem/ nimm Zwiebel / Räuden und Wegricht,Wurtzen/ mit Saltz untereinandergestossen/ und überden Schaden gelegt.
Wann die Ratzen/ Mäuse/»der Fledermäuse diePferde mit ihrem Harn verunreinigen/ sonimm Ter-pentin / Kalch und das Weissevon Eyern / mische esuntereinander/ und bestreich die Stelle damit.
Wird ein Pferd von einem gisstigen Thiergebissen/so brenne erstlich den Ort / darnach nimm eine Hand,vollWeinrauten/ zwey Knoblauch-Haupt/ stoße eswohl mit Wein-Essig/ lege ein leinenTuch etlichmalzu,sammen / drucke es darinnen/ und legs etlichmalalsoüber den Schaden/ man kan ihm auch von diesem Es-sig ringiessen.
Oder mmm einen Haussen mit Erden und Ameis-sen/ rührs in einem Wasser / und laß ein Pferd davontrmcken / wafche auch den Schaden damit / wie?. lyllcovvskx ciere StzrariZ p-tz. Z22. bezeuget.
Oder seud Knoblauch und Hönia untereinander /und legs aufden gisstigen Biß/ svll bewährt seyn.
cxx.
Fürs BerschreyenoderBezanöern.
B das Verschreyen vderBeschreyen eine blosseSuperltition, wie etliche wollen/oder
obs eine natürliche ^mipstkia. deren Ursachnicht wohl zu ergründen/ oder obs eine Würckung desdurch leidende und scharffeGemüths-Bewegungen er-füllten Gesichts seye / wie etliche von denen gelehrten?kii»los)Kis dafür halten will ich hier nicht viel(Weit-läusstigkeit zu fliehen) Aufzüge machen ; das ist aberwabrahnlich/wie Herr krancilcu» Sscon <je Vcrulz.mio in feiner n-itliraldent. lo.experim^^
meldet / daß der neidige Mensch boshasstige und giss-tiae Geister aus den Augen sendet/ welche durch die
Strahlen sich mit dessen Geist/ den sie anfallen/ ver-einigen/ sonderlich wann das o^jcüum f-,lcim in ei-ner solchen ^ction oder Stand und Wesen begriffen/als in grossem Glück/ Wohlergehen/ Schönheit/ Lob/Ansehen/und dergleichen/ dardurch der boßhasstigeNeid desto mehr angestammt und verbittert wird. Da-her schreibt er weiter/ habe man erfahren/daß die altentapssernMänner/ wann sie im großen TriumphSieg-gevranget / meistencheils darauf sich etliche Tage übelbefunden.
Andere vermeynen/ dasBeschreyen sty ei'n durchdie Lusst gedrungenes Gisst/so durch dieAugen/Athem-
Ziehung