122 Dw Mcucheu Land-und Feld -Lebens Siebendes Buch / Acker-Vau-
! und umführet/ so kan man/un Nothfall/ solches Brodl,!ur mit heissen Hopffcn-Wasser übergiessen und gie-ren lajjen/ wird es alsdann zu Bier; dasjenige/ sonicht ins Wasser gchtt/oder zu Vier wird /kan mannchmen/in einem Kessel warmmachen/einStuck But-ler himmwerffen/sogibtesdenS6)ijftndeNeine guteWärme >n dem Magen/iinmer so gut oder besser / alswannsieBrodin ein Bier gethan Härten. So aberjemand das Biernicht gern bitter hat / darst man kei-nm Hopffen mit dem Wasser kochen/sondern mir dasBrod mitsüssem Wasser gieren lassen /ist ebenmässlggut zu gemessen.
Man könte auch wol solches Niscottum oder dürr-gebacken Maltzbrod klein mahlen/ und alsdann in Ki-sten und Fassern fest aufeinander stampffen !asien/undmit sich hinfuhren / wo mans vonnöthenhat/ solchesmit gekochtem Wasser anmengen/und in einem offe-lnen Faß/ das auf einem Boden stehet / gieren lassen/so steigt das Maltz alles über sich/ uud wird hm? ^
liches und gesundes Bier / welches man von unten ab-zapffen kcn-/ erlangt man alsdann ein so klar Bier/ alhwann es etliche Monat abgelegen wäre / dann darMehl und Hrübe hat sich von dem Klaren geschiedenund so das Klare abgelassen/ kan man das Dicke auchaus dem Faß schöpffcn/ und'mic Bulter auftochen / istlieblich und gut zu essen / viel gesünder und verdau-licher/auch kräffliger/als Bohnen/Erbsen / oderHa-bergrütz/geht dergestalt gar nichts verlohren/undgibiein solches Brod oder Mehl ein gut Bier zu trinck'en/,auch guten Brey zu essen / und kan man sodann zu al-lenZeiten des Jahrs auf den Echtsten ein krässtig woi-geschmack neu oder frisches Bier haben; da mans vonnöthen/kan man auch einen sauren Essig davon ma-chen. Es möchte d>ß wol in vornehmen Hakpt-Ve-stungen/beybefürchtenden Belagerungen/ eine nichtschädliche provilwn seyn: Doch scheinet alles diß mehreineL^ccuigtion eines Qtioil,als zu practicircn thun-' liche ^sache seyn/ die ich weder bejahen / noch gqntzlich' widersprechen will.
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