gie zu widmen, denn sein Sinn für den geistli-chen Stand hatte in den gefährlichen Jahren sichnicht verloren.
War Vossen schon als Gymnasiast schon sofleißig, ja schon zum tiefen Nachdenken gekom-men , was konnte denn wohl auf der Hochschuleanderes seine Beschäftigung sein, als st diren, me,ditiren, repetiren, sich befragen, mitunter auchwohl mit Bescheidenheit disputiren.
Drei Jahre blieb er in Münster, und kamin seine Vaterstadt mit dem frohem Bewußtseinzurück, nicht unnütz die Universität bezogen zu haben.
Weil er das zum Priesterstande erforderlichekanonische, Alter noch nicht erreicht hatte, so hielter es für gut eine Oberlehrerstelle am Gymnasiumzu Essen anzunehmen.
Nur zwei Jahre hatte Essen das Glück, sei-nes segenvollen Wirkens sich zu erfreuen; wegenBrustschwäche ward er genöthiget, das beschwerli-che Amt eines Lehrers niederzulegen.
Er kehrte zur Freude seiner Eltern und Mit?bürger nach Düsseldorf zurück, wo man ihm einedamals erledigte Vikarie an der St» Lambertus-kirche übertrug.
Obgleich er bei dieser Stelle keine andere Ver-pflichtungen hatte, als an bestimmten Tagen eineh. Messe zu lesen und den Beichtstuhl zu besuchen,so that er freiwillig doch soviel, daß seine schon