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47, Gebratene frische Haringe. Man schneide sieim Rücken der Länge nach auf und nehme die Ein-geweide heraus, lasse Milchen und Rogen aber darin,
wende sie in Weizenmehl um und brate sie in Butter K
oder Schweinesett, kann nach Belieben auch noch einigeEier darüber schlagen. Auch kaun man die gebratenenHäringe, mit etwas Zwiebelscheiben und Pfefferkörnerndazwischen, in Essig, wo sie sich lange halten und sehrgut schmecken, aufbewahren.
48. Muscheln. Man wasche sie mit einem kurzenBesen sehr rein, lasse sie gut ablausen und bringe siemit einer geschälten Zwiebel aufs Feuer, decke sie zuund schüttele sie zuweilen, bis alle offen sind, richte siedann mit ihrem Wasser gleich an und bringe sie ineiner zugedeckten Schüssel zu Tisch. Die Zwiebel wirdmitgekocht, weil es gistige Mnscheln geben soll, wodann die Zwiebeln schwarz werden, was ich aber nochnie erfahren habe: in Frankreich werden fie vielfach,mit ein wenig Essig beträufelt, roh gegessen. Muscheluempfehlen sich sehr als eine wohlfeile, schnell bereiteteund nahrhafte Speise. Nach Belieben kann man Brodund Butter oder Schweineschmalz dazu geben.
Aus andere Art nehme man die gekochtenMuscheln aus ihren Schalen nnd schneide sür fünfzigStück davon zwei Zwiebeln in kleine Würfel, röste fiein 60 Gramm Butter oder Schweinefett gelb nnd rühre siemit einem Eßlöffel voll Mehl, grob gestoßenem Psesserund so viel von dem Muschelwasser an, daß es einegebundene Sauce gibt, die man ein wenig kochen läßt, »
die Mnscheln hinein thut und wenn sie aufgekocht haben, ^
einen halben Eßlöffel voll gehackte Petersilie uud einwenig Essig beifügt. Hierzu sind Pellkartoffeln sehr gut.