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Eigner Herd : guter Rath für junge Hausfrauen und solche, die es werden wollen ; Leben und Haushalt im Volke
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Ebenso läßt sich, wenn bei Erhitzung leichtes Fieberentsteht, einer Krankheit durch kühlende Getränke be-gegnen: Wasser mit Citronensaft, Himbeersaft, Himbeer-essig; auch eingemachte Preißelbeereu haben sich schonals sehr nützlich erwiesen und es sollte, da ja Zucker undObst so wohlfeil sind, die Hausfrau nicht versäumen, immeretwas von solchem Eingemachten vorräthig zu haben.

Wäre aber eine Krankheit ausgebrochen und derArzt nöthig geworden, so ist es vor Allem Pflicht, auchgegen den Arzt, welchem so ost ein schlimmer AusgangZugeschrieben wird, an dem er nicht die Schuld trägt,das; seine Anordnungen pünktlich befolgt werden, nament-lich in Bezug auf Effeu und Trinken, denn so vieleMenschen meinen, wenn ein Kranker nur kräftig effeund trinke, selbst ohne Appetit, so gebe ihm das Kräfte,während es meistens nur die Krankheit kräftigt.

Die größte Reinlichkeit im Krankenzimmer follteM von selbst verstehen, wird aber leider nur zu ostvernachlässigt, wie auch das Lüften. Kann dies imKrankenzimmer selbst nicht geschehen, so öffne man imNebenzimmer das Fenster und im Krankenzimmer dieZwischenthür.

Ruhe ist den Kranken ganz besonders wohlthätigund man muß daher für möglichste Stille forgeu undalles vermeiden, was ihn aufregen, ärgern oder ver-stimmen könnte und namentlich Besuche abhalten, dieoft durch unvorsichtige Aenßernngen sehr übel einwirkenund jedenfalls meistens ermüden.

Fast immer haben Kranke es gern, wenn ihnenTrost und Ermuthignng zugesprochen wird und manmuß deshalb, sollte man auch ihretwillen noch so sehrin Sorge sein, die Krast haben, dies zu verbergen undmuß auch ihren oft vorkommenden Launen gegenüber