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Eigner Herd : guter Rath für junge Hausfrauen und solche, die es werden wollen ; Leben und Haushalt im Volke
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Man thut gut die Wäsche schon Samstag Nach-mittags in kaltes, womöglich Regenwasser, einzusetzen,wodurch sich der Schmutz schon sehr löst. Am Montagwascht man sie, nachdem man warmes Wasser zugegossenhat, dann leicht heraus, reibt sie mit etwas Oelseisean, legt sie, die schmutzige nach unten, in das Wasch-saß und überschüttet sie mit lauwarmem Regenwasser,gießt dies, ehe man mit dem Waschen beginnt, ab undheiße Lauge über die Wäsche, läßt sie eine Weile darinliegen und wäscht sie uuu mit Seife ganz rein, worausman sie, etwa zehn Minuten lang, in einem Kessel mitweißer Seise kocht, zum zweiten Mal in heißer Langedurchwascht und auf die Bleiche brinnt. Kann mannicht bleichen, so wascht man zuerst in Regenwasser die>seise heraus und die Wäsche nun erst aus.

Eine besonders für Stadthaushalt sehr empfchlenS-werthe und von mir erprobte Art ist folgende: Mansetze 12 Liter Wasser mit > 2 Kilo zn kleinen Stückchengeschnittener Seise anss Feuer uud schütte es, weuu eszu kocheu begiuut, in das Waschfaß, füae 4 GrammTerpentin und 8 Gramm Salmiak hinzu und schlagedas Ganze vier Minuten lang mit einem kleinen Besen,thue so viel Wüsche hinein, als das Faß ausnehmenkann uud lasse eine Stunde lang weichen, wonach manohne weiteres zu waschen ansängt, aber bedacht ist,etwaige Flecken auszumachen, spüle dann in reinemWasser gut aus, hänge zum Trocknen auf nichtbleichen uud wird mau sowohl seine wie grobe Wäschevollkommen rein und weiß finden, sei sie auch noch soschmutzig gewesen.

Eine neuere, sehr beliebte Waschmethode ist diemit Petroleum, welche sich auch besonders dadurch empfiehlt,daß die Wäsche nicht gerieben zu werden braucht und