Begräbnisse eine sogenannte „Armenspende" — Gabenan Bedürftige — ausgetheilt wird und als bei einersolchen, in meiner eigenen Familie, eine Schreinersfraumit vielen Kindern, eben der Kinder wegen, eine be-sonders reichliche Gabe erhalten hatte, lief sie sofortzum Metzger und bestellte einen Kalbsschlegel und schonin der Thüre, wandte sie sich noch um und rief: „Ihrkönnt auch noch ein Suppenstück Rindfleisch mitbringen."Eine andere, eine alte verlassene Wittwe, hatte vorOstern ein Viertel Eier und ein Pfuud Speck zusammen-gebettelt und als sie nach Hause kam, schnitt sie denSpeck in die Pfanne und schlug die 25, sage fünf undzwanzig, Eier darüber! —
Aber auch sonst geben viele Arbeiter an Bier undBranntwein, Cigarren und Kartenspiel oft verhältniß-mäßig viel mehr aus, als wohlhabende Leute und Frauund Kinder müssen darunter leiden, während anderseitsdie Frauen sich häufig höchst unnöthige Genüsse erlauben,von denen Manu und Kinder auch nichts haben- (S.Nachbarschaft.)
Sparen am rechten Orte und zur rechten Zeit istüberhaupt in allen Verhältnisfen nicht leicht und willWohl überlegt fein, wird aber durch das bereits empfohlenepünktliche Anschreiben aller Ausgaben sehr erleichtertund ich benutze darüber hier einige sehr beherzigens-wert^ Worte, welche ich vor längerer Zeit in einemKalender, dem Daheimkalender, gefunden habe.
„Das Ausgabebüchlein ist ein bedeutungsvoller„Spiegel, denn es stehen die Ausgaben vor mir,„so daß ich ihnen ins Gesicht sehen muß. Es ist„nicht mehr so, daß ich sage: ,, „Ich weiß gar nicht,„wo das Geld hingekommen ist"" und mir die Hände„in Unschuld wasche. Das Büchlein sagt mir ganz