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Mit Vielem hält man Haus,Mit Wenig kommt man ans.
Und oft recht gut, wenn man es nur einzurichtenversteht und manchmal besser, als bei solchen, die mit„Vielem" nicht ordentlich „hauszuhalten" wissen. Vorallem müssen die jungeu Eheleute natürlich ihre Mittelüberdenken und was sie für die verschiedenen Theileihres Hanshaltes verwenden können, zunächst für dasganz Unentbehrliche, Hausmiethe, Steuern, Feuer undLicht, wo nichts abgebrochen werden kann und füranderes, wo ei» Abbrechen möglich wäre. Doch suchedie junge Hausfrau dies Abbrechen nicht zu sehr beiden Mahlzeiten, sondern richte sie immer so gut undkräftig eiu, als sie mir irgend kann, denn der Arbeiterist nicht allein seines „Lohns", sondern auch seines„Mahls" werth und unter allen Umständen und beinoch so großer Armuth, muß die Hausfrau doch zuMittag immer ordentlich kochen (S> Mahlzeiten)und dem ermüdeten Mann uicht, wie leider so oft ge-schieht, sogenannten Kaffee (Cichorie) vorsetzen, wo erdann zur Stärkung einen Schnaps oder mehrere daraufsetzt u. s. w-
Damit die junge Frau aber ihren Haushalt ordent-lich uud vortheilhaft einrichten könne, wozu auch gehört,daß sie nach Befinden einen kleinen Vorrath einzu-kaufen vermöge nnd nicht von der Hand in den Mnnd/leben müsse (S. Sparsamkeit), muß siegenan wissen,wieviel ihr der Mann für den Haushalt geben kannund will (sehr oft zweierlei) und es ihr pünktlich undetwa für den Monat voraus geben, daß sie nicht, wienur zu häufig, für jede Ausgabe das Geld erbitten