2i» VondenRranckheiten
in diesem Stück so sorgfältig nicht halt,!st es den-noch weit sicherer , und kan offr eine schwacheNatur viel dauerhaffter seyn bey einer solchen Vor-sichtigkeit/ als eine noch so starcke Natur/deren manso viel zu trauet / und aber sie nicht sorgfälr>ggnug
rrsötircr.
Wie dann die Erfahrung täglich lehret / daßLeute welche von Natur eben so fest / undgesund nichtsmd/sich aber darnach richte«,und halten / ojfc langer Leben und ein hö-heres Alter erreichen/ als die jenige welche wn-sten gesund und voll-blütig sind / und die beste Na-turen zu haben scheinen/aberdarbey sich nit sorgfäl-tig gnug Zuberiüren / undsich selbsten nicht scho-nen.
Die Mlilch und Nahrung betreffend/ kansolche so vielerley Veränderung annehmen /und so Übel äisxonirr seyn / daß ein armes Kindgar bald davon kranck werden / und verderbenkan.
Als wann eine Saugamme den» Wemtrincken ergeben/und andere hitzige Gttranck lie-bet / bekommt die Milch eine so schai ffe Art und äi-Holmon , daß kleine Kinder davon stets mit Hitzgeplaget werden/und darbey wenig zu nehmen.
IstaberdietNilchzustarcf unddicf/ hates auch seine Last/undverunachet denen Kindern vielsaur-n Schleim und Wind.
Und die jenige N?eiber welche wie oben ge-dacht ^Keric.-r sind/oder mit MutterRrancf-heiten behaffter/ »ndfonstenvon zarter/schwacher»ind weichlicher ccmlkrurion sind / die mögen lebenso accurat sie immer wollen / wird dennoch ihrevttlch nie so beschaffen seyn/dz sie ihren Rin-der»