»74 Vsn V fchaf^cttheit:
Die/e Probe läst sich auch auff einem
Glaß/oder Losstl/oder auch mit einem Fa-
denan/tellen / uxdelkcnnel man die canüttcntzdaran/wann die Milch i>! auffgclwpfft zu langsamoder zu geschwind ablauffr / welches beydes nichtgut ist ; Odersoman den Faden hinein duuckt )vnd die Milch zu fest anhengt/ oder wie Wasser ab-lauft/?c.
Die Farbe der Milch betreffend / soll sie schönweiß/und von Geschmack Zucker-süß seyn.
XViewohlen / so viel die Farbe betrifft/dieMiuteer-LNilch manchmal nicke so garschön weiß/sondern aufstwas gelbeziehec/lfr sie doch nicht desto schlimmer. Es seydann baß sie gar zu gelb lepe /oder auffschwartz/grünoder roth ziele/ist sie nicht acsund/und zttqct/ daß sievon keinen gesunden x^rribuz umririiz herkommenmüsse.
Was den Geruch der Milch anlanget/ist sie amaller besten/wan sie gar keinen hat / wofcrnsie aber säuerlich/oder sontim übel rüchct, istes eineAnzeige/daß sie in keiner gesunden Brust müssege«macht worden seyn.
Und wann die Milch salyiche / säuerlich o-»der bitter schmecket / empfinden esdie Kinderam allermeisten/in dem sie davon unMund/Grimmen im L.eib/ Durchbruch / unreinei^aut im Gesicht, Mit clner Äruste gleich-sam überzogen / oder wohl gar Stäupenbekommen.
Man hat dannenhew sich bey der Wahl einerrechtschaffenen gesunden Säugamme / wohl fürzu«sehen / daß man em? solche bekomme welche obsie schon nicht alle jetzt beschriebene rc^ikra hat /
den-