Vom unnatürlichen Appetit. 59
änderst nicht gar schädliche Dinge waren/durch dieFinger sehen/ und thun muß/ als ob mans nicht inacht iiehme/undjhncn ihren willen lassen.
Wann aber dieser Appetit zu solchen DingenMge/tvelche der Natur,gantz zu wider waren/ undschädlich fallen könten/ müste man ihnen solches ver-nünfftig vorstellen/und sie mit guten Worten suche»auffandere Gedancken zu bringen.
Auch soll man ihnen Vergleiche Dinge nicht las-sen unter Augen kommen/noch davon gedencken.
Cind es aber solche Dinge / welche ob sie schonnichtschadlich waren / mansieaber nicht überkom-men köntt: Und dannoch der Frauen nicht auß denGedancken wolten/ soll man ih> einen Löffel Ho-mA/darin etwas von einer Nlu/caeenuß ge-fchaöet lst/so bald zu essen geben.
Man mag auch von oben beschriebene»«tNaAen-stärcfenden basiern / oder anderenDingengeben.
Oder auch wohl nach befinden der Umbständt»/ein gelindes vomiroriumbepbnngen.
Die dritte Plage
Momit einige wann sie schwanger wordenbehasst sind/is!
DerSchmertzenim unteren Leib undumb den Nabel
pfleget mehrentheils von Blehungm und Windenherzurührcn/undist zu zeitensohessiig/ daß man be-sorgen muß/sie jmcken drüber in Ohnmacht.
Dan-