43e. Die Juden unter den Makkabäern, Römern und Herodianern, 63 Jahre.jüdische Volk von seinen Drängern. Es schaarten sich umsie Alle, die ihrem Glauben treu bleiben wollten, und baldWie wir vorhin gehört haben, hatte Joh. Hyrkanus diewar ihre Macht so stark, daß sie im Lande umherziehen, dieNachkommen Esaus, Edomiter oder Idumäer genannt, über-Götzenaltäre zerstören und den syrischen Besatzungen großenwunden und zum Judenthume gezwungen. Aus einer solchenSchaden zufügen konnten, I. Makk.idumäischen Familie stammte Antipater, der von JuliusJudas, wegen seiner Tapferkeit mit dem Beinamen:Cäsar dem Hyrkan II. im Jahre 48 als Statthalter bei-Makkabäus (d. h. der Hammer), übernahm nach seinesgegeben wurde, so daß Hyrkan selbst von dieser Zeit an nurVaters Tode, 166, den Oberbefehl über das Heer und wardie Hohepriesterwürde behielt. Antigonus, Aristobulus II.in mehreren Schlachten siegreich gegen die Syrer. Ihm warSohn, der aus Rom entflohen war, stürzte Letztern, seinenes vorbehalten, den Tempel auf Zion, der seit mehrerenOnkel mit Hülfe der Parther, ließ ihm sogar die Ohren ab-Jahren von den Heiden entweiht worden war, wieder zuschneiden; um ihn zum hohenpriesterlichen Amte untauglichreinigen und einzurichten zum Dienste des Herrn, wie es durchzu machen, nöthigte die Söhne des einige Zeit vorher ver-den Propheten Daniel, Cap. 8, 13. 14. vorhergesagt warzifteten Antipaters zur Flucht und warf sich zum KönigeZum Andenken an diese Erneuerung des Gottesdienstes be-auf, 40 v. Chr. Einer dieser Söhne war Herodes, der sichſchloß das Volk, alljährlich acht Tage lang das Feſt desin die Gunst der beiden römischen Machthaber Antonius undneuen Altars oder der Tempelweihe zu feiern. JudasOctavianus so einzuschmeicheln wußte, daß er von ihnen inkam um in einer Schlacht, 161. Ihm folgte sein BruderRom, wohin er vor Antigonus hatte fliehen müssen, in dem-Jonathan, der ebenfalls glückliche Kriege mit Syrien führteselben Jahre, 40 v. Chr., zum Könige über Judäa ernanntbis 143. Dann folgte Simon, der dritte unter den Brü-und Antigonus für einen Feind des römischen Reichs erklärtdern. Ihm gelang es 141, die Burg Zion den Syrern zuwurde. 3 Jahre später, 37 v. Chr., zog Herodes vor Je-entreißen, in deren Hände dieselbe bis jetzt geblieben war, I.rusalem, und es gelang ihm, nach einer hartnäckigen Belage-Makk. 3—14.rung, in diese Stadt als Sieger einzuziehen. Antigonuswurde nun in Fesseln gelegt und auf Betrieb des Herodesd. Die Juden selbstständig unter den Makkabäern, 78 Jahre.bald hingerichtet. Er war der letzte Makkabäer, der das Re-giment über das jüdische Volk geführt hatte. Nun war dasVon dieser Zeit an behaupteten die Juden eine ZeitlangScepter von Juda entwendet, und die Zeit nicht mehrihre Unabhängigkeit. Um dem Simon ihren Dank für dieferne, wo der Held erscheinen sollte, dem die Völker an-errungene Selbstständigkeit zu bezeigen, übertrugen seinehangen würden, I. Mos. 49, 10.Glaubensbrüder ihm und seiner Familie die erbliche Fürsten-und Hohenpriesterwürde, bis Gott ihnen den rechtenHerodes hielt sich auf dem Throne, den er sich durchPropheten senden werde, I. Makk. 14, 41. Nicht wahr?Schmeichelei und Bestechung erschlichen hatte, durch List undein schöner Beweis des israelitischen Glaubens und der Hoff-Grausamkeit. Die vielfachen Aeußerungen von Unzufrieden-nung dieses Volks auf die baldige Zukunft des verheißenenheit von Seiten des jüdischen Volks, die ihren Grund inMessias, dem durch diese Erklärung 140 Jahre vor seinenHerodes Gewaltthätigkeiten und der Mißachtung ihrer reli-Geburt sein Recht, Israels König zu sein, ausdrücklich undgiösen Gebräuche hatten, suchte er vergebens durch Erneuerungfeierlich vorbehalten wurde.und Verschönerung des Tempels zu stillen. Das Bewußt-Auf Simon folgte im Jahre 135 sein Sohn Johannesſein, ihre politiſche Selbſtſtändigkeit verloren zu haben, ſoHyrkanus, der die Edomiter unterwarf, und sie zwang, sichwie der Verfall ihrer Religion, wozu die zur Zeit der Makka-dem jüdischen Volke einzuverleiben, die Samariter besiegtebäer entstandenen Sekten der Pharisäer und Saddu-und ihren Tempel auf Garizim zerstörte. Sein Sohn undcäer,*) die sich gegenseitig befehdeten, hauptsächlich beitrugen,Nachfolger Aristobul nahm 106 die Königswürde an. Vonbrachten bei den Bessern im Volke eine immer größere Sehn-104—77 herrschte sein Sohn Alexander Innäus, einsucht nach dem von Anfang her bis zuletzt hin verheißenengrausamer Fürst, der 6 Jahre hindurch einen für das jüdischeund erwarteten Erretter und Heiland hervor. Sogar VieleVolk verderblichen und von der Sekte der Pharisäer gegenunter den Heiden, denen die Weissagungen von dem Erscheinenihn angefachten Bürgerkrieg zu führen hatte. Darauf er-eines Weltheilandes durch die in vielen Ländern zerstreutgriff Alexandra, seine Gemahlin, die Regierung und regiertelebenden Juden bekannt geworden waren, erkannten immer9 Jahre lang, bis 68 v. Chr. Nach ihrem Tode kämpftenmehr die Leere und Nichtigkeit des Heidenthums, bekanntenihre Söhne Aristobul II. und Hyrkan II. um die Herrschaft.sich zu dem Glauben an Einen Gott und hofften auf diePompejus, römischer Feldherr, machte sich diese Streitig-baldige Zukunft des Messias.keiten zu Nutze; er kam um Frieden zu stiften, eroberte aberJerusalem, 63 v. Chr., setzte Hyrkan II. zum Fürsten undHohenpriester ein und brachte Palästina unter römische Ab-*) Eine dritte religiöse Sekte unter den Juden zur Zeit Christi warendie Essäer. Sie werden indeß in der Bibel nicht genannt.hängigkeit.
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Die biblische Geschichte in Verbindung mit der biblischen Geographie und Chronologie : ein Lehr- und Lesebuch für Bibelfreunde ; zugleich ein Leitfaden für Lehrer beim Unterrichte in der biblischen Geschichte
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